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Édith Piaf

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Édith Piaf
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Zusammenfassung

Als „Spatz von Paris“ wird Édith Piaf zur bedeutendsten Interpretin des französischen Chansons des 20. Jahrhunderts. Ihr kurzes, von Tragödien überschattetes Leben und Hits wie „La Vie en Rose“ und „Non, je ne regrette rien“ machen sie bis heute zu einer der prägendsten Stimmen der französischen Kultur. Kindheit Édith Giovanna Gassion wird am 19. Dezember 1915 im Pariser Armenviertel Belleville geboren.

Als „Spatz von Paris“ wird Édith Piaf zur bedeutendsten Interpretin des französischen Chansons des 20. Jahrhunderts. Ihr kurzes, von Tragödien überschattetes Leben und Hits wie „La Vie en Rose“ und „Non, je ne regrette rien“ machen sie bis heute zu einer der prägendsten Stimmen der französischen Kultur.

Kindheit

Édith Giovanna Gassion wird am 19. Dezember 1915 im Pariser Armenviertel Belleville geboren. Ihre Mutter, eine Straßensängerin, gibt sie nach wenigen Wochen zur Großmutter, ihr Vater, ein Akrobat, bringt sie später zu seiner eigenen Mutter, die in der Normandie ein Bordell betreibt. 1919 erblindet Édith an einer Augenentzündung; nach einer Wallfahrt zur heiligen Theresia von Lisieux mit ihrer Großmutter erlangt sie ihr Augenlicht zurück, was sie zeitlebens als Wunder deutet. Mit sieben Jahren nimmt ihr Vater sie erstmals mit auf Tournee, ab zehn Jahren begleitet sie ihn als Straßensängerin, wobei er sie häufig misshandelt. Mit fünfzehn Jahren kommt sie nach Paris und verdient sich dort als Straßensängerin ihren Lebensunterhalt.

Entdeckung und der Mord an Louis Leplée

1935 entdeckt Louis Leplée, Besitzer des Cabarets Le Gerny's, die junge Sängerin und gibt ihr wegen ihrer kleinen Statur den Künstlernamen „La Môme Piaf“ – der Spatz. Am 6. April 1936 wird Leplée von Kriminellen ermordet, mit denen Piaf zuvor Kontakt hatte; sie wird verhört und der Mittäterschaft verdächtigt, jedoch freigesprochen. Der Skandal schadet ihrer Karriere erheblich, bis sie gemeinsam mit dem Texter Raymond Asso ihr Image neu aufbaut. 1937 gelingt ihr am Théâtre de l'A.B.C. der endgültige Durchbruch.

Förderung junger Künstler

Piaf setzt sich in den folgenden Jahren wiederholt für den Aufstieg junger Künstler ein: 1944 arbeitet sie mit Yves Montand zusammen und beginnt eine Affäre mit ihm, in den frühen fünfziger Jahren tourt Charles Aznavour an ihrer Seite, dem sie damit die Bühne öffnet.

Marcel Cerdan

1947 verliebt sich Piaf in den Boxer Marcel Cerdan. Im Oktober 1949 besteigt Cerdan ein Flugzeug von Paris nach New York, um sie zu treffen – die Maschine stürzt im Landeanflug in ein Gebirge, Cerdan und 47 weitere Menschen sterben. Der Verlust trifft Piaf tief und prägt fortan viele ihrer Chansons.

Krankheit und Tod

Ein Autounfall 1951 verursacht bei Piaf einen Armbruch und zwei Rippenbrüche; das gegen die Schmerzen verschriebene Morphium führt zu einer Abhängigkeit, die sich mit einem bestehenden Alkoholproblem verbindet. 1952 heiratet sie den Sänger Jacques Pills, die Ehe wird 1957 geschieden; 1962 heiratet sie den Friseur und späteren Sänger Théo Sarapo, mit dem sie bis zu ihrem Tod verheiratet bleibt. Édith Piaf stirbt am 10. Oktober 1963 im Alter von 47 Jahren im südfranzösischen Grasse an Leberkrebs.

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