Startseite/Personen/Katharina Brauren

Katharina Brauren

3 Min. LesezeitPersonen
Mehrere Filmspulen mit aufgewickeltem Kinofilm, eine rote und eine blaue, nebeneinander vor dunklem Hintergrund
Symbolbild der Rubrik Schauspieler, ein eigenes Bild zu diesem Artikel liegt nicht vorFoto: ChristopherPlutaPixabay Content LicensePixabayauf 1200 px Breite verkleinert und in das WebP-Format umgewandelt

Zusammenfassung

Mit ihrer resoluten Art ist Katharina Brauren prädestiniert für starke und mütterliche Frauenfiguren, als Charakterschauspielerin ist sie über Jahrzehnte in Theater-, Film- und Fernsehproduktionen zu sehen und macht sich mit ihrer markanten Stimme auch als Sprecherin von Hörspielen einen Namen. Theaterkarriere Katharina Brauren wird am 21. April 1910 in Stettin-Grabow geboren. 1937 gibt sie mit "Madame Bovary" ihr Filmdebüt, den Schwerpunkt ihrer Laufbahn bildet jedoch lange Zeit das Theater. Nach dem Zweiten Weltkrieg gehört sie bis 1953 zum Ensemble der Hamburger Kammerspiele.

Mit ihrer resoluten Art ist Katharina Brauren prädestiniert für starke und mütterliche Frauenfiguren, als Charakterschauspielerin ist sie über Jahrzehnte in Theater-, Film- und Fernsehproduktionen zu sehen und macht sich mit ihrer markanten Stimme auch als Sprecherin von Hörspielen einen Namen.

Theaterkarriere

Katharina Brauren wird am 21. April 1910 in Stettin-Grabow geboren. 1937 gibt sie mit "Madame Bovary" ihr Filmdebüt, den Schwerpunkt ihrer Laufbahn bildet jedoch lange Zeit das Theater. Nach dem Zweiten Weltkrieg gehört sie bis 1953 zum Ensemble der Hamburger Kammerspiele.

Film und Fernsehen

Ab den sechziger Jahren widmet sich Katharina Brauren verstärkt dem Fernsehen, unter anderem in der Serie "Die Unverbesserlichen" und einer Verfilmung der "Buddenbrooks". Einen ihrer größten Erfolge feiert sie in der Rolle der Mutter in Loriots Film "Ödipussi".

Hörspiele und Synchronarbeit

Neben der Theater- und Filmarbeit wirkt Katharina Brauren in zahlreichen Hörspielen mit. Mit ihrer typischen Großmutterstimme spricht sie unter anderem die Großmutter in der Zeichentrickserie "Heidi".

Auszeichnungen und Tod

Für ihr Lebenswerk wird Katharina Brauren mit dem Bundesfilmpreis sowie dem Adolf-Grimme-Preis in Silber ausgezeichnet. Sie stirbt am 25. Dezember 1998 im schleswig-holsteinischen Ahrensburg.

Sie war 27 beim ersten Film und 76 bei der bekanntesten Rolle

Katharina Brauren, bürgerlich Katharina Brauren-Mayerhoff, wurde am 21. April 1910 in Frankfurt an der Oder geboren. Ihr erstes Filmengagement hatte sie 1937 in "Madame Bovary" als Madame Homais, weitere Rollen folgten 1943 und 1944.

Von 1945 bis 1953 gehörte sie zum Ensemble der Hamburger Kammerspiele. Der eigentliche Schub kam erst in den sechziger und siebziger Jahren über das Fernsehen, und die Rollen, für die man sie heute kennt, spielte sie im hohen Alter.

JahrProduktionRolle
1952Toxi
1979Die BuddenbrooksAntoinette
1986NovemberkatzenGroßmutter
1988ÖdipussiMutter
1991Pappa ante portaskleine Rolle
1992 und 1993Vera WesskampMutter, 20 Folgen

In "Ödipussi" von 1988 spielte sie mit 78 Jahren die Mutter der Hauptfigur, die Loriot selbst verkörperte. Es ist die Rolle, die von ihrem gesamten Werk am bekanntesten geblieben ist, und sie kam am Ende einer über fünfzigjährigen Laufbahn.

1952 hatte sie in "Toxi" mitgespielt, jenem Film über ein schwarzes Besatzungskind im Nachkriegsdeutschland, in dem auch Leila Negra auftrat und dessen Titellied sie sang.

Zwei Preise in sechs Jahren, beide spät

1986 erhielt Brauren mit 76 Jahren das Filmband in Gold für "Novemberkatzen", 1992 mit 82 Jahren den Adolf-Grimme-Preis für "Fremde, liebe Fremde".

Das ist der auffälligste Zug dieser Biografie: Eine Schauspielerin, die 1937 anfing, bekam ihre beiden wichtigsten Auszeichnungen fünfzig Jahre später. In der Filmgeschichte gilt das Alter für Frauen normalerweise als Ende der Beschäftigung. Hier war es der Anfang der Anerkennung.

Gestorben am 25. Dezember 1998 in Ahrensburg

Katharina Brauren stirbt am 25. Dezember 1998 in Ahrensburg im Alter von 88 Jahren.

Schlagwörter

Personen

Dazu passt