Lia Wöhr

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Lia Wöhr
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Zusammenfassung

Durch die Straßenfeger-Serie "Familie Hesselbach" und die beliebte Unterhaltungssendung "Zum Blauen Bock" erlangt Lia Wöhr ab den sechziger Jahren mit Sprüchen wie "Ich hab' kaa Zeit for Geschwätz, ich muss butze" Kultstatus, die umtriebige und vielfach talentierte Hessin beweist sich in ihrer Karriere als Allroundtalent, sie inszeniert Opern, singt Chansons, produziert TV-Sendungen und arbeitet als Redakteurin beim Rundfunk. Kindheit und Ausbildung Lia Wöhr wird am 26. Juli 1911 als Tochter eines Bäckers im Frankfurter Stadtteil Gallus geboren. Nach dem Besuch einer Aufführung der Oper "Salome" beschließt sie, Tänzerin zu werden, und verfolgt diesen Weg mehrere Jahre lang. Zudem studiert sie Musik am Hoch'schen Konservatorium und nimmt Gesangsunterricht.

Durch die Straßenfeger-Serie "Familie Hesselbach" und die beliebte Unterhaltungssendung "Zum Blauen Bock" erlangt Lia Wöhr ab den sechziger Jahren mit Sprüchen wie "Ich hab' kaa Zeit for Geschwätz, ich muss butze" Kultstatus, die umtriebige und vielfach talentierte Hessin beweist sich in ihrer Karriere als Allroundtalent, sie inszeniert Opern, singt Chansons, produziert TV-Sendungen und arbeitet als Redakteurin beim Rundfunk.

Kindheit und Ausbildung

Lia Wöhr wird am 26. Juli 1911 als Tochter eines Bäckers im Frankfurter Stadtteil Gallus geboren. Nach dem Besuch einer Aufführung der Oper "Salome" beschließt sie, Tänzerin zu werden, und verfolgt diesen Weg mehrere Jahre lang. Zudem studiert sie Musik am Hoch'schen Konservatorium und nimmt Gesangsunterricht.

Frühe Karriere und Nationalsozialismus

Ende der zwanziger Jahre tritt Lia Wöhr zunächst als Kabarettsängerin im Berliner Kabarett "Porza" auf, bevor sie sich mit einem ersten Bühnenengagement als jugendliche Naive in Halberstadt dem Theater zuwendet. 1933 kündigt sie am Stadttheater Halberstadt aus Protest, nachdem eine jüdische Kollegin entlassen worden ist, und kehrt nach Frankfurt zurück, wo sie klassische Rollen am Frankfurter Schauspielhaus übernimmt.

Fernsehkarriere

1956 wird Lia Wöhr Fernsehproduzentin beim Hessischen Rundfunk. Zu ihren Produktionen zählen "Familie Hesselbach", "Johannespassion", "Feuervogel" und "Die Montagsmaler". Sie erschafft die Figur des "Hessemädche" für Bühne und Rundfunk, spielt über Jahrzehnte die "Mamma Hesselbach" der gleichnamigen Radiofamilie sowie die beliebte Wirtin im Fernsehlokal "Zum Blauen Bock".

Tod

Lia Wöhr stirbt am 15. November 1994.

Die erste Produzentin des deutschen Fernsehens

Lia Wöhr wurde am 26. Juli 1911 in Frankfurt am Main geboren. Sie arbeitete zunächst mehrere Jahre als Tänzerin, besuchte danach die Schauspielschule und bekam Ende der zwanziger Jahre erste Engagements als Chansonsängerin in Berlin.

Ihre wichtigste Rolle spielte sie nicht vor der Kamera: Wöhr war die erste Frau, die im deutschen Fernsehen als Produzentin arbeitete. Für den Hessischen Rundfunk verantwortete sie unter anderem "Zum Blauen Bock" und über Jahre die deutschen Vorentscheidungen zum Eurovision Song Contest.

Das ist eine Angabe, die in Würdigungen des deutschen Fernsehens der Nachkriegszeit selten auftaucht. Produzieren hieß damals: Sendungen entwickeln, Besetzungen entscheiden, Etats verantworten. Dass eine Frau das als Erste tat, gehört zur Geschichte dieses Mediums.

Frau Siebenhals in der Firma Hesselbach

Als Schauspielerin ist sie vor allem als Putzfrau Frau Siebenhals in der Fernsehserie "Die Firma Hesselbach" in Erinnerung, die von 1960 bis 1967 lief. Sie wirkte in allen Folgen mit bis auf eine. In den Hörspielfassungen sprach sie zusätzlich die Mama Hesselbach.

JahrAuszeichnung
1982Bundesverdienstkreuz 1. Klasse
1984Friedrich-Stoltze-Preis
1988Ehrenbürgerin von Oberursel
1992Hessischer Verdienstorden

Gestorben am 15. November 1994 in Oberursel

Lia Wöhr stirbt am 15. November 1994 in Oberursel im Taunus im Alter von 83 Jahren, in der Stadt, deren Ehrenbürgerin sie sechs Jahre zuvor geworden war.

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