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Josef Meinrad

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Josef Meinrad
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Zusammenfassung

Josef Meinrad ist ein österreichischer Schauspieler, Regisseur und Schriftsteller, dessen Werk bis heute gefeiert wird. Auf der Bühne stellt er jahrelang seine enorme Wandlungsfähigkeit unter Beweis, in seinen Filmrollen ist er mit ironischem Tonfall und schelmischem Bubengesicht häufig als Diener und Untergebener zu sehen – Josef Meinrad gehört zu den großen deutschsprachigen Theater- und Filmschauspielern des letzten Jahrhunderts. Josef Meinrad wird als Josef Moučka am 21. April 1913 in Wien geboren. Er ist das vierte und jüngste Kind des Straßenbahnfahrers Franz Moučka und dessen zweiten Ehefrau Katharina.

Josef Meinrad ist ein österreichischer Schauspieler, Regisseur und Schriftsteller, dessen Werk bis heute gefeiert wird. Auf der Bühne stellt er jahrelang seine enorme Wandlungsfähigkeit unter Beweis, in seinen Filmrollen ist er mit ironischem Tonfall und schelmischem Bubengesicht häufig als Diener und Untergebener zu sehen – Josef Meinrad gehört zu den großen deutschsprachigen Theater- und Filmschauspielern des letzten Jahrhunderts.

Josef Meinrad wird als Josef Moučka am 21. April 1913 in Wien geboren. Er ist das vierte und jüngste Kind des Straßenbahnfahrers Franz Moučka und dessen zweiten Ehefrau Katharina. Nach der Volksschule und dem Gymnasium möchte er zunächst Priester werden, absolviert dann aber eine kaufmännische Lehre in einer Lackfabrik und nimmt nebenher Schauspielunterricht. Anschließend arbeitet er bei den Hans-Sachs-Festspielen in Kornneuburg als Büro-Praktikant und übernimmt dort bereits kleinere Aufgaben als Darsteller. 1937 besteht er vor dem Ring der österreichischen Bühnenkünstler die Schauspielprüfung.

Josef Meinrad gelang es, sich in verschiedenen Rollen einen Namen zu machen, die von tiefgründigen Charakterdarstellungen auf der Bühne bis hin zu charismatischen Auftritten in Film und Fernsehen reichten. 1939 wird er ans Wiener Theater "Die Komödie" engagiert, danach spielt er am Deutschen Theater im französischen Metz, das als „Fronttheater“ gilt – er ist dort bis 1944 bei der Truppenbetreuung tätig. Nach dem Ende des Krieges tritt er bei den Salzburger Festspielen auf und 1947 wird er beim Wiener Burgtheater engagiert, zu dessen Ensemble er bis 1978 gehört – insgesamt tritt Josef Meinrad dort in fast zweihundert Bühnenrollen auf. Berühmt wird er vor allem durch seine Darstellung von Nestroy- und Raimund-Charakteren. Sein Auftritt als Don Quichotte im Musical "Der Mann von La Mancha" wird als einer der Höhepunkte seiner Theaterlaufbahn gefeiert.

Karriere

In den fünfziger und sechziger Jahren ist Josef Meinrad in zahlreichen österreichischen und deutschen Filmen zu sehen – unter anderem spielt er in „Der Prozess“ (1948) neben Ernst Deutsch, in „Das Jahr des Herrn“ („Der Wallnerbub“, 1950), in „Kaisermanöver“ (1954) neben Rudolf Prack und Winnie Markus, in „Die Deutschmeister“ (1954), in „Der Kongress tanzt“ (1955), in „Die Trapp-Familie“ (1955) mit Ruth Leuwerik, in „Die unentschuldigte Stunde“ (1957) neben Adrian Hoven und Hans Moser, in „Auf Wiedersehen, Franziska!“ (1957), in „Die schöne Lügnerin“ (1958), in „Bezaubernde Arabella“ (1959) an der Seite von Johanna von Koczian und Hilde Hildebrand, in „Der Tod läuft hinterher“ (1967) neben Joachim Fuchsberger, Marianne Koch, Gisela Uhlen, Elisabeth Flickenschildt und Marianne Hoppe sowie im Kinderfilm „Der Räuber Hotzenplotz“ (1974) mit Gert Fröbe und Lina Carstens.

Einem größeren Publikum wird Josef Meinrad in der Rolle des Adjutanten „Oberst Böckel“ in der „Sissi“-Trilogie (1955 – 1957) an der Seite von Romy Schneider, Magda Schneider und Karlheinz Böhm bekannt. Auch in Fernsehserien ist er hin und wieder zu sehen – zwischen 1966 und 1972 in der Krimi-Reihe als „Pater Brown“, neben Heidi Kabel in der Serie „Der Sonne entgegen“, in der Mini-TV-Serie „Wie das Leben so spielt – C’est la vie“, in der sechsteiligen Serie „Ora et labora“ und in der zwölfteiligen Serie „Ringstraßenpalais“.

1983 gibt Josef Meinrad in Hugo von Hofmannsthals „Der Schwierige“ seine Abschiedsvorstellung und 1987 tritt er in München mit dem Monolog-Stück „Ich schweige nicht“ das letzte Mal vors Publikum. Im Laufe seiner Karriere wird er mit zahlreichen Auszeichnungen geehrt – 1955 wird er zum „Kammerschauspieler“ ernannt, 1961 erhält er den „Blue Ribbon Award“, 1963 würdigt die Stadt Wien seine schauspielerischen Leistungen mit der „Kainz-Medaille“ und im gleichen Jahr erhält er das „Österreichische Ehrenkreuz für Wissenschaft und Kunst I. Klasse“. Außerdem wird ihm der „Ehrenring der Stadt Bregenz“, der „Raimund-Ring“, der „Ehrenring der Stadt Wien“ und der „Nestroy-Ring“ verliehen.

Privatleben

Nach dem Tod von Werner Krauß erhält Josef Meinrad 1959 den renommierten „Iffland-Ring“, den er testamentarisch an den Schweizer Schauspieler Bruno Ganz weitergibt. Josef Meinrad ist seit 1950 mit der Französin Germaine Renée Clement verheiratet. Er stirbt am 18. Februar 1996 im Alter von zweiundachtzig Jahren in der österreichischen Gemeinde Großgmain nahe Salzburg an den Folgen eines Krebsleidens. Er wird auf dem Friedhof von Großgmain beigesetzt. Mit einer großen Trauerfeier im Wiener Burgtheater nehmen führende Vertreter aus Politik, Kirche und Kultur Abschied von ihm. 1997 wird zu seinen Ehren der Platz neben dem Wiener Burgtheater in „Josef Meinrad-Platz“ umbenannt.

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