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Nadja Tiller

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Zusammenfassung

Nadja Tiller war eine der bekanntesten und einflussreichsten Schauspielerinnen des deutschsprachigen Raums in der Mitte des 20. Jahrhunderts. Ihre markanten Rollen in internationalen Filmproduktionen erlangten internationale Berühmtheit, und sie wurde als eine der größten Filmikonen ihrer Zeit anerkannt. Geboren am 16. März 1929 in Wien , trat sie in die Fußstapfen ihrer künstlerisch begabten Eltern.

Nadja Tiller war eine der bekanntesten und einflussreichsten Schauspielerinnen des deutschsprachigen Raums in der Mitte des 20. Jahrhunderts. Ihre markanten Rollen in internationalen Filmproduktionen erlangten internationale Berühmtheit, und sie wurde als eine der größten Filmikonen ihrer Zeit anerkannt. Geboren am 16. März 1929 in Wien, trat sie in die Fußstapfen ihrer künstlerisch begabten Eltern. Ihr Vater, Anton Tiller, war ein renommierter Schauspieler und Intendant, während ihre Mutter, Erika Körner, als Operettensängerin und Schauspielerin arbeitete.

Als eine der bekanntesten deutschsprachigen Filmstars der fünfziger und sechziger Jahre spielt Nadja Tiller in etlichen internationalen Kino-Produktionen mit und gilt mit ihrer attraktiven Ausstrahlung zeitweilig als die erotischste Frau des europäischen Films. Oft wird sie als lockeres Mädchen oder schicke Mondäne eingesetzt – einen Skandal löst sie in den fünfziger Jahren mit ihrer Darstellung der Edelprostituierten Rosemarie Nitribitt in „Das Mädchen Rosemarie“ aus. Ihre Fähigkeit, komplexe und kontroverse Rollen authentisch darzustellen, machte sie zu einer Ikone des Nachkriegskinos.

Kindheit und Ausbildung

Nadja Maria Tiller kommt am 16. März 1929 in Wien als Tochter des Königlich Sächsischen und Hannoverschen Hofschauspielers sowie Direktors des Wiener Stadttheaters Anton Tiller und dessen Ehefrau – der Operettensängerin und Schauspielerin Erika Körner – zur Welt. Nach dem Besuch des Realgymnasiums studiert sie ab 1945 am Max-Reinhardt-Seminar und bis 1949 an der Musik- und Schauspielakademie, danach wird sie Ensemblemitglied des Theaters in der Josefstadt. Nebenbei arbeitet sie als Modell und wird 1949 und 1951 zur „Miss Austria“ gewählt.

Durchbruch mit „Das Mädchen Rosemarie“

1949 feiert Nadja Tiller ihr Filmdebüt in „Märchen vom Glück“, kurz darauf steht sie in „Kleiner Schwindel am Wolfgangsee“ vor der Kamera. Mehrere bedeutungslose Rollen in Lustspielen folgen, bis sie in „Die Barrings“ an der Seite von Dieter Borsche ihren künstlerischen Durchbruch feiert. Ihren internationalen Durchbruch hat sie 1958 an der Seite von Mario Adorf in „Das Mädchen Rosemarie“ als Darstellerin der Frankfurter Edelhure Rosemarie Nitribitt. Der Film, der die Geschichte der Edelprostituierten erzählt, beleuchtet auf provokante Weise die gesellschaftliche Doppelmoral der damaligen Zeit und stößt auf erbitterten Widerstand. Das Außenministerium verweigert die Freigabe für das Festival in Venedig mit der Begründung, der Film schädige das Ansehen der Bundesrepublik Deutschland.

Internationale Karriere

1952 agiert Nadja Tiller als Gegenspielerin von Hildegard Knef in „Illusion in Moll“ und 1953 neben Grethe Weiser in „Die Kaiserin von China“. 1959 spielt sie in der starbesetzten Thomas Mann-Adaption „Buddenbrooks“ mit. Nach immer schlechteren Filmangeboten in Deutschland nimmt Nadja Tiller verstärkt Rollen in internationalen Produktionen an, sie dreht über siebzig Filme im europäischen Ausland und in Hollywood – unter anderem mit O. W. Fischer, Curd Jürgens, Hansjörg Felmy, Jean Gabin, Yul Brynner, Robert Mitchum, Rod Steiger, Jean-Paul Belmondo und Jean Marais.

Theaterarbeit

In den siebziger Jahren wendet sich Nadja Tiller wieder der Bühne zu und begeistert auf Boulevard-Theatertourneen mit und ohne ihren Film- und Lebenspartner Walter Giller das Publikum – auch hat sie feste Theaterengagements in Lübeck, Berlin und Wien. Eine ihrer letzten Theaterrollen ist die der alternden amerikanischen Filmdiva Joan Crawford in „Nächte mit Joan“ an den Hamburger Kammerspielen.

Späte Filmrollen

1999 spielt Nadja Tiller im Kurzfilm „Immer“ mit und im gleichen Jahr können sie die Fernsehzuschauer in der Komödie „Holstein Lovers“ erleben. 2000 sieht man sie im Melodram „Zwischen Liebe und Leidenschaft“ und ein Jahr später in der Komödie „Das Weibernest“. 2001 wirkt sie in „Wind über dem Fluss“ mit, 2003 in „Der Zweite Frühling“, 2004 in der Familiensaga „Das Bernsteinamulett“, 2005 im Roadmovie „Barfuss“ und 2009 an der Seite von Eva-Maria Hagen in der von Leander Haußmann inszenierten Komödie „Dinosaurier – Gegen uns seht ihr alt aus!“. Ihr Beitrag zur Kunst und Kultur wurde mit zahlreichen Auszeichnungen gewürdigt, darunter das Filmband in Gold, der Bambi und das Bundesverdienstkreuz der Bundesrepublik Deutschland.

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