Startseite/Personen/Bully Buhlan

Bully Buhlan

5 Min. LesezeitPersonen
Bully Buhlan
Foto: Roger Rössing / Renate RössingCC BY-SA 3.0 deWikimedia Commonsin das WebP-Format umgewandelt

Zusammenfassung

Bully Buhlan zählt zu den ersten Popstars der bundesdeutschen Nachkriegszeit. Die Berliner nennen ihn auch die "Klingende Luftbrücke". Mit Liedern wie "Wunschballade", "Lieber Leierkastenmann" und "Ich hab noch einen Koffer in Berlin" feiert er in den vierziger und fünfziger Jahren enorme Erfolge. Jugend und Ausbildung Bully Buhlan wird am 3. Februar 1924 als Hans-Joachim Buhlan in Berlin-Lichterfelde geboren.

Bully Buhlan zählt zu den ersten Popstars der bundesdeutschen Nachkriegszeit. Die Berliner nennen ihn auch die "Klingende Luftbrücke". Mit Liedern wie "Wunschballade", "Lieber Leierkastenmann" und "Ich hab noch einen Koffer in Berlin" feiert er in den vierziger und fünfziger Jahren enorme Erfolge.

Jugend und Ausbildung

Bully Buhlan wird am 3. Februar 1924 als Hans-Joachim Buhlan in Berlin-Lichterfelde geboren. Bereits in seiner Schulzeit ist er Pianist in einer Schülerband und hat 1943 einen ersten Rundfunkauftritt mit seiner eigenen Kapelle. Während des Zweiten Weltkriegs beginnt er ein Jurastudium, das er später abbricht (Wikipedia, Stand 19. September 2026). Um sich zu finanzieren, arbeitet er als Klavierspieler in einer Bar. 1945 wird er Pianist und bald Frontsänger beim Radio Berlin Tanzorchester, das Michael Jary gegründet hat. 1947 gehört er zu den ersten Künstlern, die das neu gegründete Label Amiga unter Vertrag nimmt.

Beruflicher Werdegang

Als Ur-Berliner singt Bully Buhlan bevorzugt Lieder, die sich mit seiner Heimatstadt Berlin beschäftigten, wie "Ich hab' noch einen Koffer in Berlin" und "Heimweh nach dem Kurfürstendamm", beide Titel werden später erfolgreich von Marlene Dietrich interpretiert. In den Hungerjahren nach dem Krieg trifft er damit den Nerv der Zeit. Seine eigene, zwischen 1951 und 1954 entstandene Aufnahme von "Ich hab' noch einen Koffer in Berlin" zählt bis heute zu den bekanntesten Liedern über die geteilte Stadt. Weitere bekannte Titel des Sängers sind "Mäcki-Boogie", "Es liegt was in der Luft", "Wunschballade (Würstchen mit Salat)", "Räuberballade", "Lieber Leierkastenmann", "Polly-Wolly-Hollyday", "Ich hab' mich so an dich gewöhnt", "Ich möcht' auf deiner Hochzeit tanzen", "Ham Se nich 'ne Braut für mich", "Schlagerparade" und "Am Samstag um vier". Auch spielt er diverse Coverversionen amerikanischer Hits ein, aus "Baby It's Cold Outside" wird "Baby, es regnet doch" und aus dem Glenn Miller-Evergreen "Chattanooga Choo Choo" macht er 1946 den "Kötzschenbroda-Express". Zu den bevorzugten Gesangspartnern von Bully Buhlan gehören Rita Paul und Mona Baptiste.

In den fünfziger Jahren tritt Bully Buhlan als Sänger und Pianist auch in zahlreichen Lustspiel- und Musikfilmen auf, 1952 bekommt er nach absolviertem Schauspielunterricht im Film "Heimweh nach dir" eine erste Sprechrolle. 1963 singt Bully Buhlan zusammen mit den Schöneberger Sängerknaben das Lied "Junge Herzen haben Sehnsucht" für die ARD-Fernsehlotterie. Der Sänger ist auch an zahlreichen Aufnahmen verschiedener Rundfunkorchester beteiligt.

Seit dem 3. Juli 1950 ist Bully Buhlan mit seiner Jugendliebe Elisa Lotte Bergs verheiratet, aus der Verbindung stammen Tochter Sabine (geboren 1956) und Sohn Joachim (geboren 1957). Seine 1921 geborene Frau nimmt sich im Februar 1971 das Leben (steffi-line.de, Stand 19. September 2026).

Seine Plattenkarriere durchläuft mehrere Label:

JahrLabelEreignis
1947AmigaErste Schallplattenaufnahmen
1948OdeonWechsel nach West-Berlin
1949TelefunkenDrei Singles
1949PolydorLangfristiger Vertrag
1962PolydorZusammenarbeit endet
1963PhilipsKurzes Intermezzo
1973unbekanntLetzte Plattenveröffentlichung

Zwei zweite Plätze

JahrTitelPlatzierung
1954Es liegt was in der Luft, mit Mona Baptiste2
1954Angelika21
1955Ich möcht auf deiner Hochzeit tanzen2

Buhlan wirkte in über dreißig Film- und Fernsehproduktionen mit, darunter 1953 "Das singende Hotel". In den sechziger Jahren arbeitete er mehrfach mit dem westberliner Sender RIAS zusammen.

Ein Berliner in beiden Hälften der Stadt

Die Stationen seiner Laufbahn erzählen die Geschichte der geteilten Stadt in einer einzigen Biografie. 1945 sang er beim Radio Berlin, das im sowjetischen Sektor lag. 1947 nahm ihn Amiga auf, das Label der späteren DDR. In den sechziger Jahren arbeitete er für den RIAS, den amerikanischen Sender in West-Berlin.

Dass ein Unterhaltungssänger nacheinander für Einrichtungen beider Seiten arbeitete, war in den ersten Nachkriegsjahren normal und wurde mit jedem Jahr schwieriger. Der Mauerbau 1961 beendete diese Selbstverständlichkeit.

Tod und Vermächtnis

Ende der siebziger Jahre gewinnt die Oldie-Welle in Deutschland an Schwung, und Bully Buhlan plant ein Comeback (Wikipedia, Stand 23. Oktober 2026). Dazu kommt es nicht mehr: Bully Buhlan stirbt am 7. November 1982 in Berlin-Zehlendorf überraschend im Alter von 58 Jahren an den Folgen eines Herzinfarktes. Er wird auf dem Waldfriedhof Dahlem beigesetzt. Der Berliner Senat erklärt sein Grab am 6. November 2018 zum Ehrengrab der Stadt Berlin (Wikipedia, steffi-line.de, Stand 19. September 2026).

Häufige Fragen zu Bully Buhlan

Wer war Bully Buhlan?

Bully Buhlan, bürgerlich Hans-Joachim Buhlan, war ein deutscher Sänger, Pianist, Komponist und Schauspieler. Geboren am 3. Februar 1924 in Berlin-Lichterfelde, gehörte er mit Liedern wie "Ich hab noch einen Koffer in Berlin" zu den ersten Popstars der Nachkriegszeit.

Wer war Elisa Lotte Bergs, die Ehefrau von Bully Buhlan?

Elisa Lotte Bergs, geboren 1921, war seit dem 3. Juli 1950 mit Bully Buhlan verheiratet und die Mutter seiner beiden Kinder Sabine und Joachim. Sie nahm sich im Februar 1971 das Leben.

Woran ist Bully Buhlan gestorben?

Bully Buhlan starb am 7. November 1982 in Berlin-Zehlendorf an den Folgen eines Herzinfarktes. Er wurde 58 Jahre alt und liegt auf dem Waldfriedhof Dahlem begraben.

Ist das Grab von Bully Buhlan ein Ehrengrab der Stadt Berlin?

Ja, der Berliner Senat erklärte das Grab von Bully Buhlan am 6. November 2018 zum Ehrengrab der Stadt Berlin, mehr als 35 Jahre nach seinem Tod.

Quellen

Stand der Angaben: 19. September 2026.

  1. Bully Buhlan, deutschsprachige Wikipedia, abgerufen am 19. September 2026
  2. Bully Buhlan, steffi-line.de, Nostalgie-Archiv deutscher Schlagermusik, abgerufen am 19. September 2026
  3. Bully Buhlan (Q1004594), Wikidata, abgerufen am 19. September 2026
  4. Hans-Joachim Buhlan, deutschsprachige Wikipedia, abgerufen am 23. Oktober 2026
Was wurde aktualisiert (23.10.2026)
  • Comeback-Plan Ende der 1970er-Jahre ergänzt: Als die Oldie-Welle in Deutschland Auftrieb bekam, wollte Bully Buhlan zurück auf die Bühne. Dazu kam es nicht mehr. (Quelle)
Aktualisiert auf Basis der genannten Quellen, KI-gestützt.

Der Content wurde mit Hilfe von KI erstellt, vor allem in der Recherche und Vorformulierung. Prüfung und Abnahme durch unsere Redaktion.

Schlagwörter

PersonenSänger

Dazu passt