Zusammenfassung
Fast alles an ihr ist merkwürdig und seltsam entrückt – couragiert geht sie ihren Weg durch zwei Diktaturen und lebt ein Leben im gesellschaftlichen Abseits. Nach dem Fall der Mauer wird Charlotte von Mahlsdorf zum gesamtdeutschen Ereignis, sie erzählt in Talkshows ihre Geschichte und Tausende pilgern zu ihren Lesungen – dabei will sie nie etwas anderes sein als ein ordentliches Dienstmädchen Charlotte von Mahlsdorf kommt als Lothar Berfelde am 18. März 1928 in Berlin-Mahlsdorf zur Welt – der Sohn von Max und Gretchen Berfelde interessiert sich bereits als Kind für Mädchenkleider und Antiquitäten und fühlt sich so lange er denken kann als Mädchen. Er hilft als Jugendlicher einem Kreuzberger Trödelhändler dabei, Wohnungen auszuräumen, wobei er einzelne Stücke für sich erwirbt. Nach der Scheidung der Eltern kommt es zwischen Lothar und seinem Vater – einem überzeugten Nationalsozialisten – immer öfter zum Streit.