Colette

2 Min. LesezeitPersonen
Colette
gemeinfreiUrheberangabe laut Commons: Henri ManuelWikimedia Commonsaus dem Original (2552 px) auf 960 px Breite verkleinert und in das WebP-Format umgewandelt

Zusammenfassung

Mit den „Claudine“-Romanen und Spätwerken wie „Chéri“ und „Gigi“ wird Colette zu einer der prägendsten französischen Schriftstellerinnen des 20. Jahrhunderts. Als erste Autorin überhaupt wird ihr in Frankreich ein Staatsbegräbnis zuteil. Kindheit und erste Ehe Sidonie-Gabrielle Colette wird am 28. Januar 1873 im burgundischen Saint-Sauveur-en-Puisaye geboren und verbringt dort eine glückliche Kindheit.

Mit den „Claudine“-Romanen und Spätwerken wie „Chéri“ und „Gigi“ wird Colette zu einer der prägendsten französischen Schriftstellerinnen des 20. Jahrhunderts. Als erste Autorin überhaupt wird ihr in Frankreich ein Staatsbegräbnis zuteil.

Kindheit und erste Ehe

Sidonie-Gabrielle Colette wird am 28. Januar 1873 im burgundischen Saint-Sauveur-en-Puisaye geboren und verbringt dort eine glückliche Kindheit. 1893 heiratet sie den vierzehn Jahre älteren Schriftsteller und Lebemann Henry Gauthier-Villars, der unter dem Pseudonym „Willy“ arbeitet und sie dazu bewegt, ihre Jugenderinnerungen literarisch zu verarbeiten.

Die Claudine-Romane

Unter dem Einfluss ihres Mannes schreibt Colette vier halbautobiografische Romane um die Figur Claudine, die zunächst unter dem Namen „Willy“ veröffentlicht werden und zu einem literarischen Massenerfolg avancieren. Die Romane gelten als stark autobiografisch geprägt und enthalten lyrische Schilderungen der burgundischen Landschaft ihrer Kindheit. Die turbulente Ehe mit Gauthier-Villars wird 1906 geschieden.

Varieté und zweite Ehe

Nach der Trennung tritt Colette als Tänzerin und Pantomimin an französischen Varietébühnen auf und geht öffentliche Beziehungen mit Frauen ein, unter anderem mit der als „Missy“ bekannten Mathilde de Morny. Ein Bühnenkuss der beiden in der Pantomime „Rêve d'Égypte“ löst 1907 einen Theaterskandal aus. 1912 heiratet Colette den Zeitungsredakteur Henry de Jouvenel, mit dem sie 1913 ihre Tochter Colette de Jouvenel, genannt „Bel-Gazou“, bekommt; die Ehe wird 1924 geschieden.

Dritte Ehe und Zweiter Weltkrieg

1935 heiratet Colette den Journalisten Maurice Goudeket. Während der deutschen Besatzung wird Goudeket, der jüdischer Herkunft ist, im Dezember 1941 von der Gestapo verhaftet und erst nach sieben Wochen durch die Intervention der französischen Frau des deutschen Botschafters wieder freigelassen – ein Ereignis, das Colette nachhaltig belastet.

Spätwerk und Tod

Zu Colettes bekanntesten späteren Werken zählen der Roman „Chéri“ (1920) und die Novelle „Gigi“ (1944), die 1958 erfolgreich verfilmt wird. 1945 wird sie als erste Frau in die Académie Goncourt aufgenommen, deren Vorsitz sie 1949 übernimmt. Colette stirbt am 3. August 1954 in Paris; als erste französische Schriftstellerin erhält sie ein Staatsbegräbnis.

Schlagwörter

Personen