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Ellen Schwiers

4 Min. LesezeitPersonen
Mehrere Filmspulen mit aufgewickeltem Kinofilm, eine rote und eine blaue, nebeneinander vor dunklem Hintergrund
Symbolbild der Rubrik Schauspieler, ein eigenes Bild zu diesem Artikel liegt nicht vorFoto: ChristopherPlutaPixabay Content LicensePixabayauf 1200 px Breite verkleinert und in das WebP-Format umgewandelt

Zusammenfassung

In ihrer über fünfzigjährigen Karriere wirkt Ellen Schwiers an zahlreichen internationalen Kinoproduktionen mit, in etlichen Filmklassikern kann man sie als problematische, verführerische Frau, die Unruhe in das geordnete Leben ihrer Mitmenschen bringt, sehen. Sie übernimmt Rollen in populären Fernsehserien und brilliert auf den großen deutschsprachigen Theaterbühnen Kindheit und Jugend Ellen Schwiers wird am 11. Juni 1930 im pommerschen Stettin geboren. Sie stammt aus einer Schauspielerfamilie, ihr Vater ist der Bühnenschauspieler Lutz Schwiers. Als Kind führt sie wegen des Berufs ihres Vaters, er ist bei Wanderbühnen engagiert, ein unstetes Leben.

In ihrer über fünfzigjährigen Karriere wirkt Ellen Schwiers an zahlreichen internationalen Kinoproduktionen mit, in etlichen Filmklassikern kann man sie als problematische, verführerische Frau, die Unruhe in das geordnete Leben ihrer Mitmenschen bringt, sehen. Sie übernimmt Rollen in populären Fernsehserien und brilliert auf den großen deutschsprachigen Theaterbühnen

Kindheit und Jugend

Ellen Schwiers wird am 11. Juni 1930 im pommerschen Stettin geboren. Sie stammt aus einer Schauspielerfamilie, ihr Vater ist der Bühnenschauspieler Lutz Schwiers. Als Kind führt sie wegen des Berufs ihres Vaters, er ist bei Wanderbühnen engagiert, ein unstetes Leben. Nach dem Zweiten Weltkrieg lässt sich die Familie im hessischen Marburg nieder, wo Ellen Schwiers 1945 mit abgeschlossener Mittleren Reife zunächst das Bäcker- und später das Gärtnerhandwerk erlernen soll, doch sich dann der Schauspielerei zuwendet und Schauspielunterricht bei ihrem Vater erhält. Nach einer bestandenen Prüfung hat sie ihr erstes Engagement am Theater Koblenz, nebenbei arbeitet sie als Souffleuse. Danach folgen Engagements in München, Frankfurt am Main, Göttingen und Zürich.

Werdegang

1949 wird Ellen Schwiers für den Film entdeckt und ist erstmals in "Heimliches Rendezvous" auf der Leinwand zu sehen. Größere Bekanntheit erlangt sie Mitte der fünfziger Jahre mit Kassenschlagern wie "08, Im Krieg" (1955) und "Anastasia, Die letzte Zarentochter" (1956). Ellen Schwiers spielt in "Skandal um Dr. Vlimmen" (1956), in "Helden" (1958) neben O.W. Fischer und Lilo Pulver, in "Das Erbe von Björndal" (1960), in "Der letzte Zeuge" (1960), in "Frau Irene Besser" (1960), in "Der Satan mit den roten Haaren" (1964), in "Gustav Adolfs Page" (1960) und in "Fedora" (1977) neben Hildegard Knef. Im deutsch-italienisch-französischen Kino-Epos "1900, Gewalt, Macht, Leidenschaft" von Bernardo Bertolucci kann man sie an der Seite von Burt Lancaster sehen.

In vielen Fernsehproduktionen übernimmt Ellen Schwiers Rollen, wie im Dreiteiler "Der rote Schal" (1973), im Zweiteiler "Onkel Silas" (1977), im Sechsteiler "Heinrich, der gute König" (1978) oder in "Mütter und Töchter" (1985) an der Seite ihrer Tochter Katerina Jacob. Auch kann man sie in den beliebten Reihen "Tatort", "Derrick", "Polizeiruf 110" und "Der Bulle von Tölz" sehen. In der hochgelobten Arztserie "Dr. Martin" mimt sie an der Seite von Axel Milberg die bodenständige Tante Alma.

Auf der Bühne spielt Ellen Schwiers unter anderem die Buhlschaft in "Jedermann", die Lady Macbeth in Shakespeares "Macbeth", die Lysistrata in "Lysistrata" und die Mutter Courage in "Mutter Courage und ihre Kinder".

Ellen Schwiers wird für ihre Verdienste um das Kulturleben 1989 mit dem "Bundesverdienstkreuz 1. Klasse" sowie 1995 mit der "Verdienstmedaille des Landes Baden-Württemberg" geehrt.

Privatleben

1956 heiratet Ellen Schwiers den Filmproduzenten Peter Jacob, den früheren Ehemann von Leni Riefenstahl. Aus der Ehe gehen die Kinder Katerina Jacob und Daniel Jacob hervor, die ebenfalls Schauspieler sind. Daniel Jacob stirbt 1985 an den Folgen einer Krebserkrankung. 1982 gründet Ellen Schwiers zusammen mit ihrem Ehemann und ihrer Tochter das Tourneetheater "Das Ensemble", welches sie auch nach dem Tod ihres Mannes 1992 bis heute weiterführt. Die Schauspielerin lebt im oberbayerischen Berg am Starnberger See.

Aus einer Schauspielerfamilie, mit eigenem Ensemble

Ellen Schwiers wurde am 11. Juni 1930 in Stettin geboren. Ihr Vater war der Bühnenschauspieler Lutz Schwiers. Zwischen 1949 und 2017 wirkte sie in über achtzig Film- und Fernsehproduktionen mit, darunter "Das Erbe von Björndal" von 1960, "Der Satan mit den roten Haaren" von 1964 und "Fedora" von 1977.

1982 gründete sie gemeinsam mit ihrem Mann Hans-Peter Jacob und ihrer Tochter Katerina Jacob die Theatergesellschaft "Das Ensemble" und führte sie nach dem Tod ihres Mannes 1992 weiter. Ein eigenes Tourneetheater über Jahrzehnte zu betreiben ist etwas anderes, als in einem zu spielen: Es bedeutet Verträge, Spielpläne, Gagen und Risiko.

JahrAuszeichnung
1989Bundesverdienstkreuz 1. Klasse
1995Verdienstmedaille des Landes Baden-Württemberg
2013Deutscher Schauspielerpreis

Zwei Verluste in der Familie

Ihr Sohn Daniel Jacob wurde ebenfalls Schauspieler und starb 1985 mit 21 Jahren an einem Tumor. Ihre Tochter Katerina Jacob wurde durch die Reihe "Der Bulle von Tölz" bekannt, ihre Enkelin Josephine Jacob ist ebenfalls Schauspielerin.

Gestorben am 26. April 2019 in Berg am Starnberger See

Ellen Schwiers stirbt am 26. April 2019 in Berg am Starnberger See im Alter von 88 Jahren. Sie beendete ihr Leben durch Sterbefasten, nachdem sie wegen starker Schmerzen einen begleiteten Suizid erwogen hatte.

Sie hat diesen Schritt zu Lebzeiten öffentlich gemacht und damit zu einer Debatte beigetragen, die in Deutschland erst 2020 durch ein Urteil des Bundesverfassungsgerichts zum Recht auf selbstbestimmtes Sterben eine neue Grundlage bekam.

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