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Helmut Schmidt

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Helmut Schmidt
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Zusammenfassung

Als „Schmidt Schnauze“ bekannt für seine scharfe Zunge, führt Helmut Schmidt die Bundesrepublik von 1974 bis 1982 durch Ölkrise und RAF-Terror. Mit dem NATO-Doppelbeschluss und dem Europäischen Währungssystem prägt er die deutsche und europäische Politik weit über seine Kanzlerschaft hinaus. Kindheit und Krieg Helmut Schmidt wird am 23. Dezember 1918 in Hamburg geboren. Nach dem Abitur 1937 wird er zum Wehrdienst eingezogen und dient im Zweiten Weltkrieg bei der Luftwaffe.

Als „Schmidt Schnauze“ bekannt für seine scharfe Zunge, führt Helmut Schmidt die Bundesrepublik von 1974 bis 1982 durch Ölkrise und RAF-Terror. Mit dem NATO-Doppelbeschluss und dem Europäischen Währungssystem prägt er die deutsche und europäische Politik weit über seine Kanzlerschaft hinaus.

Kindheit und Krieg

Helmut Schmidt wird am 23. Dezember 1918 in Hamburg geboren. Nach dem Abitur 1937 wird er zum Wehrdienst eingezogen und dient im Zweiten Weltkrieg bei der Luftwaffe. Im April 1945 gerät er in britische Kriegsgefangenschaft, aus der er im August desselben Jahres entlassen wird.

Hamburger Jahre und Aufstieg

1946 tritt Schmidt der SPD bei und studiert Volkswirtschaft, das er 1949 als Diplom-Ökonom abschließt; anschließend arbeitet er in der Hamburger Wirtschaftsverwaltung. Von 1953 bis 1962 und erneut ab 1965 gehört er dem Bundestag an, von 1961 bis 1965 ist er Innensenator von Hamburg. Bei der Sturmflutkatastrophe vom 17. Februar 1962 organisiert er als Krisenmanager unbürokratisch Rettungseinsätze und macht sich damit landesweit einen Namen. Ab 1967 ist er SPD-Fraktionsvorsitzender im Bundestag, unter Bundeskanzler Willy Brandt wird er 1969 Verteidigungsminister und 1972 Finanz- und Wirtschaftsminister.

Kanzlerschaft

Nach dem Rücktritt Willy Brandts wählt der Bundestag Helmut Schmidt am 16. Mai 1974 mit 267 Ja-Stimmen zum fünften Bundeskanzler der Bundesrepublik. In seine Amtszeit fallen die Ölkrise der siebziger Jahre und der „Deutsche Herbst“ 1977: Nach der Entführung des Arbeitgeberpräsidenten Hanns-Martin Schleyer durch die RAF am 5. September und der Entführung der Lufthansa-Maschine „Landshut“ am 13. Oktober gibt Schmidt am 18. Oktober den Befehl zur Erstürmung des Flugzeugs in Mogadischu, bei der alle Geiseln befreit werden; Schleyer wird tags darauf ermordet aufgefunden. Schmidt übernimmt öffentlich die Verantwortung für sein hartes Vorgehen. 1979 setzt er sich zudem für den NATO-Doppelbeschluss ein, der als Reaktion auf sowjetische SS-20-Raketen gleichzeitig die Stationierung westlicher Mittelstreckenraketen und Abrüstungsverhandlungen vorsieht. Als „Architekt“ des Europäischen Währungssystems legt er zudem einen Grundstein für die spätere Einführung des Euro.

Ende der Kanzlerschaft und spätere Jahre

Am 17. September 1982 zerbricht die sozialliberale Koalition, als sich die FDP zurückzieht; am 1. Oktober wird Schmidt durch ein konstruktives Misstrauensvotum des Bundestags gestürzt und durch Helmut Kohl abgelöst. Ab Mai 1983 wirkt Schmidt als Mitherausgeber der Wochenzeitung „Die Zeit“ und bleibt bis ins hohe Alter eine einflussreiche Stimme in politischen Debatten.

Privatleben und Tod

1942 heiratet Schmidt Hannelore „Loki“ Glaser; die Ehe hält bis zu ihrem Tod im Oktober 2010 fast siebzig Jahre. Helmut Schmidt stirbt am 10. November 2015 im Alter von 96 Jahren in Hamburg.

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