Als Inbegriff des ehrlichen amerikanischen „Everyman“ prägt James Stewart mit Filmen wie „Ist das Leben nicht schön“ und vier Zusammenarbeiten mit Alfred Hitchcock, darunter „Vertigo“, das klassische Hollywoodkino. Während des Zweiten Weltkriegs unterbricht er seine Karriere für den Militärdienst und wird zum höchstrangigen Schauspieler in der Geschichte des US-Militärs.
Kindheit und Ausbildung
James Maitland Stewart wird 1908 in Indiana, Pennsylvania, geboren; seine Eltern, Elizabeth Ruth und Alexander Maitland Stewart, betreiben einen erfolgreichen Eisenwarenladen. Von 1928 bis 1932 studiert er Architektur und schließt sich anschließend einer kleinen Theaterbühne an. 1935 entdeckt ihn der Regisseur Joshua Logan und verschafft ihm einen Vertrag bei MGM; seine erste Rolle spielt er in „The Murder Man“.
Durchbruch und Hitchcock
1941 gewinnt Stewart den Oscar als bester Hauptdarsteller für seine Rolle in „Die Nacht vor der Hochzeit“ an der Seite von Cary Grant und Katharine Hepburn. Mit vier Produktionen unter der Regie Alfred Hitchcocks, in denen er den aufrichtigen Amerikaner verkörpert, avanciert er endgültig zum Hollywoodstar – ihren Höhepunkt erreicht die Zusammenarbeit mit dem psychologischen Thriller „Vertigo – Aus dem Reich der Toten“ (1958). Weitere bedeutende Rollen spielt er in „Anatomie eines Mordes“ (1959) und „Der Mann, der Liberty Valance erschoss“ (1962).
Militärdienst
Von 1942 bis 1945 unterbricht Stewart seine Filmkarriere und dient als Bomberpilot bei den United States Army Air Forces, wo er mehr als zwanzig Kampfeinsätze in Europa fliegt und hochdekoriert zurückkehrt. Auch nach dem Krieg bleibt er in der Air Force Reserve aktiv und erreicht 1959 den Rang eines Brigadegenerals – damit wird er zum höchstrangigen Schauspieler in der Geschichte des amerikanischen Militärs. Nach insgesamt 27 Dienstjahren tritt er 1968 im Alter von 60 Jahren in den Ruhestand.
Privatleben und Tod
1949 heiratet Stewart Gloria Hatrick McLean; die Ehe hält bis zu ihrem Tod 1994. Neben zwei gemeinsamen Töchtern zieht Stewart auch Glorias Söhne aus erster Ehe mit auf. Sein Stiefsohn, der Marine-Leutnant Ronald Walsh McLean, fällt am 8. Juni 1969 in der vietnamesischen Provinz Quang Tri bei einem Hinterhalt und wird posthum mit dem Silver Star ausgezeichnet. James Stewart stirbt am 2. Juli 1997 im Alter von 89 Jahren in Beverly Hills.
