Zusammenfassung
Der zurückhaltende und scheue Schwede gilt als einer der führenden Tenöre des zwanzigsten Jahrhunderts und bleibt den deutschen Opernfreunden zu Lebzeiten doch weitgehend unbekannt – mit seiner ausgeglichenen, klangschönen und legendär schallkräftigen Stimme wird Jussi Björling auch häufig als „Skandinavischer Caruso“ bezeichnet Jussi Björling kommt als Johan Jonatan Björling am 2. Februar 1911 im mittelschwedischen Borlänge zur Welt – seinen Kosenamen „Jussi“ erhält er von seiner finnischen Großmutter. Er wächst mit drei Brüdern in der schwedischen Provinz auf, seine Mutter stirbt, als er sechs Jahre alt ist. Sein Vater David Björling – der früh seine stimmliche Begabung fördert – reist mit seinen Söhnen zwischen 1919 und 1921 durch die USA, wo die Familie vor schwedischen Auswanderern singt. In New York entstehen 1920 erste Aufnahmen, auf denen Jussi Björlings Knabensopran zu hören ist.