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Kultobjekte der 90er Jahre: Eine Zeitreise

6 Min. LesezeitSonstiges
Kultobjekte der 90er Jahre: Eine Zeitreise
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Zusammenfassung

Der Game Boy verkauft sich bis zur Ablösung 118 Millionen Mal, das Tamagotchi erreicht nach anderthalb Jahren 40 Millionen Stück weltweit, und ein Beanie Baby mit dem Jahrgang 1993 liegt auf Sammlerbörsen heute bei bis zu 18. 000 Dollar. Sieben Gegenstände prägen die Erinnerung an die 90er Jahre, von der Handheld-Konsole bis zum Plüschtier, jeder mit einem belegten Startdatum und einer eigenen Verkaufsgeschichte. Die Technikbranche wächst in den 90er Jahren schneller als in jedem Jahrzehnt zuvor: tragbare Spielkonsolen verdrängen Taschenspiele, die CD löst die Kassette ab, und ein Plüschtier mit Etikett wird zum Spekulationsobjekt. Die folgenden sieben Gegenstände haben gemeinsam, dass sich ihr Verkaufsstart auf den Tag genau datieren lässt und ihre Stückzahlen bis heute dokumentiert sind.

Der Game Boy verkauft sich bis zur Ablösung 118 Millionen Mal, das Tamagotchi erreicht nach anderthalb Jahren 40 Millionen Stück weltweit, und ein Beanie Baby mit dem Jahrgang 1993 liegt auf Sammlerbörsen heute bei bis zu 18.000 Dollar. Sieben Gegenstände prägen die Erinnerung an die 90er Jahre, von der Handheld-Konsole bis zum Plüschtier, jeder mit einem belegten Startdatum und einer eigenen Verkaufsgeschichte.

Die Technikbranche wächst in den 90er Jahren schneller als in jedem Jahrzehnt zuvor: tragbare Spielkonsolen verdrängen Taschenspiele, die CD löst die Kassette ab, und ein Plüschtier mit Etikett wird zum Spekulationsobjekt. Die folgenden sieben Gegenstände haben gemeinsam, dass sich ihr Verkaufsstart auf den Tag genau datieren lässt und ihre Stückzahlen bis heute dokumentiert sind.

Der Game Boy startet am 21. April 1989 in Japan

Nintendo bringt den Game Boy am 21. April 1989 zuerst in Japan auf den Markt, in den USA folgt der Verkaufsstart am 31. Juli 1989, in Europa erst am 28. September 1990. Jedem Gerät liegt das Spiel "Tetris" bei, eine Entscheidung, die den Verkauf stark beschleunigt. Bis zur Ablösung durch den Nachfolger verkauft Nintendo den Game Boy und den Game Boy Color zusammen mehr als 118 Millionen Mal, die gesamte Game-Boy-Familie inklusive aller Nachfolgemodelle kommt auf rund 200 Millionen verkaufte Geräte. In Deutschland wird die kleine graue Konsole zum festen Bestandteil jeder Schultasche, meist mit "Super Mario Land" als zweitem Lieblingsspiel neben Tetris.

Aki Maita erfindet 1996 das Tamagotchi bei Bandai

Die damals 28 Jahre alte Bandai-Mitarbeiterin Aki Maita schlägt Anfang 1996 ein virtuelles Haustier vor, das in einem eiförmigen Gehäuse lebt und Fütterung wie Pflege einfordert. Am 23. November 1996 kommt das erste Tamagotchi in Japan in den Handel, noch vor Jahresende verkauft Bandai davon 400.000 Stück. Bis zum Herbst 1997 sind weltweit 13 Millionen Geräte verkauft, bis zum Frühjahr 1998 bereits 40 Millionen. Wer sein Tamagotchi zu füttern vergisst, verliert es endgültig, und genau diese Konsequenz macht aus einem Spielzeug eine tägliche Verpflichtung, die Kinder wie Erwachsene gleichermaßen ernst nehmen.

Sony bringt 1984 den ersten Discman auf die Straße

Der Sony D-50 erscheint im November 1984 in Japan, zwei Jahre nachdem die CD in Serie geht, und ist der erste tragbare CD-Spieler unter dem Namen Discman. In den 90er Jahren wird das Gerät zum Standard für alle, die ihre Musik nicht mehr auf Kassette mitnehmen wollen. Das Museum of Modern Art in New York nimmt den D-50 wegen seiner Bauform in die eigene Designsammlung auf. Der Wechsel von der Kassette zur CD bedeutet für Hörer vor allem eines: Titel lassen sich jetzt einzeln anwählen, ohne vorzuspulen.

Der Walkman von 1979 erlebt in den 90ern sein Comeback

Sony verkauft den ersten Walkman, das Modell TPS-L2, bereits ab dem 1. Juli 1979 in Japan, mit zwei Kopfhöreranschlüssen für gemeinsames Hören. Die Smithsonian Institution in Washington bewahrt ein Exemplar als Teil der amerikanischen Technikgeschichte auf. In den 90er Jahren bleibt das Kassettengerät trotz CD-Konkurrenz im Handel, weil es robuster und günstiger ist als ein Discman, und wird für viele Jugendliche zum ersten eigenen Musikgerät.

Ty Warner löst 1993 das Beanie-Baby-Sammelfieber aus

Ty Warner stellt die ersten neun Beanie Babies 1993 auf der North American International Toy Fair in New York vor, darunter die Figuren Legs, Squealer, Spot und Patti. Verkauft werden sie ab 1994 in Chicago für umgerechnet rund 5 US-Dollar pro Stück. Ein Exemplar von Pinchers mit dem Jahrgang 1993 auf dem Etikett wird heute auf Sammlerbörsen für bis zu 18.000 US-Dollar gehandelt, ebenso ein früher Patti. Entscheidend für den Wert ist dabei immer der Zustand: Fehlt das Originaletikett oder riecht das Tier nach Rauch, sinkt der Preis deutlich.

Der Game Boy Color bringt 1998 Farbe ins Handheld-Gaming

Nintendo veröffentlicht den Game Boy Color am 21. Oktober 1998 in Japan, am 18. November 1998 in den USA und am 23. November 1998 in Europa. Das neue Farbdisplay macht Spiele wie "Pokémon Gold und Silber" möglich, die ohne Farbunterscheidung kaum funktioniert hätten. Für viele 90er-Kinder ist der Game Boy Color das Gerät, das ihren ursprünglichen Game Boy in der Schublade verschwinden lässt.

Rollerblades erobern ab 1980 Straßen und Parks

Der Eishockeyspieler Scott Olson baut 1980 die ersten Inlineskates aus einem alten Lagerbestand und verbessert sie über Monate, bevor er 1983 unter dem Markennamen Rollerblade eine Version mit Fersenbremse statt Zehenbremse auf den Markt bringt. In den 90er Jahren wird daraus ein Breitensport: Parks und Straßen füllen sich mit Skatern, die Tricks und lange Strecken gleichermaßen üben. Der Markenname Rollerblade steht bis heute stellvertretend für das ganze Inlineskating, ähnlich wie Tempo für Taschentücher.

Jeder dieser sieben Gegenstände hat ein dokumentiertes Startdatum und eine nachvollziehbare Verkaufszahl, von den 118 Millionen verkauften Game-Boy-Geräten bis zu den 40 Millionen Tamagotchis innerhalb von anderthalb Jahren. Zusammengenommen zeigen die Zahlen, wie schnell sich Technik und Spielzeug in diesem einen Jahrzehnt verändert haben.

Häufige Fragen zu Kultobjekten der 90er Jahre

Wann kam der Game Boy auf den Markt?

Der Game Boy kam am 21. April 1989 in Japan auf den Markt, in den USA am 31. Juli 1989 und in Europa am 28. September 1990. Nintendo verkaufte ihn zusammen mit dem Game Boy Color mehr als 118 Millionen Mal.

Wer hat das Tamagotchi erfunden?

Die Bandai-Mitarbeiterin Aki Maita erfand das Tamagotchi 1996 im Alter von 28 Jahren. Das Gerät kam am 23. November 1996 in Japan in den Handel und verkaufte sich bis zum Frühjahr 1998 weltweit 40 Millionen Mal.

Was waren die ersten Beanie Babies?

Die ersten neun Beanie Babies hießen Legs, Squealer, Spot, Flash, Splash, Chocolate, Patti, Brownie (später Cubbie) und Pinchers. Ty Warner stellte sie 1993 vor, verkauft wurden sie ab 1994 in Chicago für rund 5 US-Dollar.

Seit wann gibt es den Walkman?

Der erste Sony Walkman, das Modell TPS-L2, kam am 1. Juli 1979 in Japan auf den Markt. In den 90er Jahren blieb er trotz CD-Konkurrenz im Handel, weil er günstiger und robuster war als ein Discman.

Wer hat die Rollerblades erfunden?

Der Eishockeyspieler Scott Olson entwickelte die ersten modernen Inlineskates 1980 und brachte sie 1983 unter dem Markennamen Rollerblade mit Fersenbremse auf den Markt.

Quellen

Stand der Angaben: 25. Oktober 2026. Die Verkaufszahlen zum Game Boy stammen von mpme.de, die Tamagotchi-Zahlen von der Berliner Zeitung und der WirtschaftsWoche, die Angaben zu den Beanie Babies von Wikipedia und Yahoo Finance, die Gerätedaten zu Discman und Walkman vom Museum of Modern Art und der Smithsonian Institution, die Angaben zu den Rollerblades von Wikipedia.

  1. Gameboy Erscheinungsdatum, mpme.de, abgerufen am 25. Oktober 2026
  2. Die junge Japanerin Aki Maita erfand das virtuelle Haustier: Die Mutter der Tamagotchis, Berliner Zeitung, abgerufen am 25. Oktober 2026
  3. Tamagotchi: Was wurde aus dem pixeligen Spielzeughit?, WirtschaftsWoche, abgerufen am 25. Oktober 2026
  4. Beanie Babies, Wikipedia, abgerufen am 25. Oktober 2026
  5. Top 10 Most Expensive Beanie Babies, Yahoo Finance, abgerufen am 25. Oktober 2026
  6. Sony Corporation, Tokyo. "Discman" Portable Compact Disc Player (model D-50), 1984, Museum of Modern Art, abgerufen am 25. Oktober 2026
  7. Sony TPS-L2 "Walkman" Cassette Player, Smithsonian Institution, abgerufen am 25. Oktober 2026
  8. Scott B. Olson, Wikipedia, abgerufen am 25. Oktober 2026

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