Miriam Makeba, liebevoll „Mama Afrika“ genannt, ist eine der einflussreichsten Musikerinnen und Aktivistinnen des 20. Jahrhunderts. Als Pionierin macht sie afrikanische Musik mit Liedern wie „Pata Pata“ und „The Click Song“ einem weltweiten Publikum zugänglich und wird zu einer der bekanntesten Stimmen im Kampf gegen die Apartheid.
Kindheit
Miriam Makeba wird am 4. März 1932 in Johannesburg, Südafrika, geboren und wächst unter dem Apartheid-Regime auf.
Musikkarriere und Exil
Mit ihrer außergewöhnlichen Stimme und charismatischen Bühnenpräsenz erlangt Miriam Makeba internationale Berühmtheit. Nach dem Massaker von Sharpeville 1960 wird ihr der südafrikanische Pass entzogen, sodass sie nicht einmal zur Beerdigung ihrer verstorbenen Mutter nach Hause zurückkehren kann – der Beginn eines dreißigjährigen Exils.
Kampf gegen die Apartheid
1963 sagt Miriam Makeba vor dem Sonderausschuss der Vereinten Nationen gegen Apartheid aus und fordert die internationale Gemeinschaft auf, sich für die Freilassung politischer Gefangener in Südafrika einzusetzen. Die südafrikanische Regierung reagiert mit einem Verbot ihrer Platten und entzieht ihr die Staatsbürgerschaft.
Privatleben
1964 heiratet Miriam Makeba den Trompeter Hugh Masekela, die Ehe wird zwei Jahre später geschieden. 1968 heiratet sie den US-Bürgerrechtler Stokely Carmichael, von dem sie sich 1979 scheiden lässt.
Rückkehr und Tod
1990 ermutigt sie der gerade aus der Haft entlassene Nelson Mandela zur Rückkehr nach Südafrika – 1991 tritt sie dort erstmals seit ihrem Exil wieder auf. Miriam Makeba stirbt am 9. November 2008 im italienischen Castel Volturno an einem Herzinfarkt, kurz nachdem sie ein Konzert gegeben hat.
