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Monique Morelli

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Monique Morelli
Foto: Bernardo LE CHALLOUX from Lyon-Villeurbanne, FranceCC BY-SA 2.0Wikimedia Commonsaus dem Original (1280 px) auf 960 px Breite verkleinert und in das WebP-Format umgewandelt

Zusammenfassung

Heute weitgehend in Vergessenheit geraten, zählt Monique Morelli in den sechziger und siebziger Jahren des vorigen Jahrhunderts zu den bedeutendsten Vertreterinnen des französischen Chansons – die Sängerin mit der charakteristischen Altstimme ist die Erste, die Léo Ferrés Vertonung des Widerstandsgedichts „L’Affiche rouge“ von Louis Aragon interpretiert, und begeistert mit ihren Liedern das Publikum nicht nur in den Theatern und Kabaretts, sondern auch in einigen Filmproduktionen. Kindheit und Ausbildung Monique Morelli wird als Monique Dubois am 19. Dezember 1923 im nordfranzösischen Béthune geboren – nach der Schule beginnt sie zunächst ein Pharmazie-Studium, das sie aber abbricht, um in Paris eine Bühnenlaufbahn zu starten. Sie tritt zunächst am Théâtre du Vieux-Colombier auf, danach im Cirque d’Hiver, bevor sie sich Ende der vierziger Jahre dem Gesang zuwendet. 1949 eröffnet sie ihr eigenes Etablissement, das Kabarett „La Rose Rouge“ in Paris, und wird bald Teil der Kabarettszene am Montmartre.

Heute weitgehend in Vergessenheit geraten, zählt Monique Morelli in den sechziger und siebziger Jahren des vorigen Jahrhunderts zu den bedeutendsten Vertreterinnen des französischen Chansons – die Sängerin mit der charakteristischen Altstimme ist die Erste, die Léo Ferrés Vertonung des Widerstandsgedichts „L’Affiche rouge“ von Louis Aragon interpretiert, und begeistert mit ihren Liedern das Publikum nicht nur in den Theatern und Kabaretts, sondern auch in einigen Filmproduktionen.

Kindheit und Ausbildung

Monique Morelli wird als Monique Dubois am 19. Dezember 1923 im nordfranzösischen Béthune geboren – nach der Schule beginnt sie zunächst ein Pharmazie-Studium, das sie aber abbricht, um in Paris eine Bühnenlaufbahn zu starten. Sie tritt zunächst am Théâtre du Vieux-Colombier auf, danach im Cirque d’Hiver, bevor sie sich Ende der vierziger Jahre dem Gesang zuwendet. 1949 eröffnet sie ihr eigenes Etablissement, das Kabarett „La Rose Rouge“ in Paris, und wird bald Teil der Kabarettszene am Montmartre.

Karriere

Ab 1958 ist Monique Morelli mit dem Komponisten Lino Léonardi verheiratet, mit dem sie fortan eng zusammenarbeitet – gemeinsam widmet sich das Paar der Vertonung französischer Dichter wie François Villon, Tristan Corbière, Pierre de Ronsard und Aristide Bruant. Sie gilt als hervorragende Interpretin der Poeten Pierre Mac Orlan und Louis Aragon und ist die Erste, die Léo Ferrés Vertonung von Aragons Gedicht „L’Affiche rouge“ über die im Zweiten Weltkrieg hingerichteten Widerstandskämpfer der Gruppe Manouchian singt. Zwischen 1957 und 1976 veröffentlicht Monique Morelli rund zwanzig Alben – für ihr erstes Aragon-Album wird sie 1961 von der Académie Charles-Cros ausgezeichnet, 1968 folgt eine weitere Auszeichnung für ihr Mac-Orlan-Album, 1978 wird ihr Ronsard-Album von der Académie du disque français geehrt. Von 1962 bis 1969 betreibt sie zudem ihr eigenes Kabarett „Chez Ubu“ am Montmartre, das zu einem Treffpunkt der Pariser Künstlerszene wird.

Monique Morelli ist von den frühen siebziger bis in die neunziger Jahre hinein auch in einigen Filmproduktionen und Fernsehserien zu sehen – so 1972 als „La Carline“ in der Miniserie „Mandrin“ und in weiteren Produktionen zwischen 1967 und 1992. Auch kann man sie hin und wieder auf der Theaterbühne sehen – unter anderem in den Stücken „Le Diable et le Bon Dieu“ von Jean-Paul Sartre und „Barbe-bleue et son fils imberbe“. Für ihr Lebenswerk wird sie zum „Officier des Arts et Lettres“ ernannt.

Tod

Monique Morelli stirbt am 27. April 1993 im Alter von neunundsechzig Jahren im Pariser Stadtteil Montmartre. Sie wird auf dem Cimetière de Montmartre beigesetzt.

Schlagwörter

PersonenSänger