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Susanne Lothar

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Susanne Lothar
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Zusammenfassung

Mit ihrer Aufsehen erregenden Darstellung der "Lulu" in Frank Wedekinds gleichnamigen Stück löst sie in den achtziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts einen Theater-Skandal aus, von Publikum und Kritikern oft als "Extremschauspielerin" bezeichnet, gehört Susanne Lothar zu den großartigsten Bühnen- und Leinwanddarstellerinnen des Landes und begeistert Theaterfreunde und Kinobesucher in zahlreichen Produktionen Susanne Lothar kommt am 15. November 1960 als einzige Tochter des Schauspielerehepaares Hanns Lothar und Ingrid Andree in Hamburg zu Welt. In ihrer Heimatstadt studiert sie an der "Hochschule für Musik und Theater" Schauspielerei und ist seitdem hauptsächlich im Theater tätig. So gehört sie viele Jahre lang zum Ensemble des "Deutschen Schauspielhauses" in Hamburg, wo sie unter anderem in der Inszenierung von Frank Wedekinds "Lulu" in der Titelrolle zu sehen ist. Weitere Engagements hat sie in Köln, Wien, Stuttgart, Berlin und Salzburg.

Mit ihrer Aufsehen erregenden Darstellung der "Lulu" in Frank Wedekinds gleichnamigen Stück löst sie in den achtziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts einen Theater-Skandal aus, von Publikum und Kritikern oft als "Extremschauspielerin" bezeichnet, gehört Susanne Lothar zu den großartigsten Bühnen- und Leinwanddarstellerinnen des Landes und begeistert Theaterfreunde und Kinobesucher in zahlreichen Produktionen

Susanne Lothar kommt am 15. November 1960 als einzige Tochter des Schauspielerehepaares Hanns Lothar und Ingrid Andree in Hamburg zu Welt. In ihrer Heimatstadt studiert sie an der "Hochschule für Musik und Theater" Schauspielerei und ist seitdem hauptsächlich im Theater tätig. So gehört sie viele Jahre lang zum Ensemble des "Deutschen Schauspielhauses" in Hamburg, wo sie unter anderem in der Inszenierung von Frank Wedekinds "Lulu" in der Titelrolle zu sehen ist. Weitere Engagements hat sie in Köln, Wien, Stuttgart, Berlin und Salzburg.

Karriere

Am "Burgtheater" in Wien kann man sie 2000 in "Dreimal Leben", am "Schauspielhaus Zürich" 2001 in "Auf dem Land" und 2003 als Blanche du Bois in "Endstation Sehnsucht" sehen. 2006 spielt sie an der "Schaubühne Berlin" die Klytämnestra in "Elektra". Ihr Leinwanddebüt gibt Susanne Lothar 1983 im Beziehungsdrama "Eisenhans", wofür sie mit dem "Bundesfilmpreis" ausgezeichnet. Bis in die neunziger Jahre ist sie nur gelegentlich in Film- und Fernsehproduktionen zu sehen. Erst mit ihren hoch gelobten Rollen im Drama "Engelchen" (1996) und Michael Hanekes Psychodrama "Funny Games" (1997) scheint Susanne Lothars Interesse am Film geweckt zu werden, seither ist sie neben ihren Bühnenauftritten immer wieder in ambitionierten Kino- und Fernsehproduktionen zu sehen, darunter in "Bonhoeffer, die letzte Stufe" (2000) an der Seite von Ulrich Tukur, in "Dreimal Leben" (2001), in "Die Klavierspielerin" (2001) neben Isabelle Huppert, in "Der Stellvertreter" (2004) mit Mathieu Kassovitz, in Hans W. Geißendörfers "Schneeland" (2004), in der preisgekrönte Gesellschaftsstudie "Import/Export" (2007), in der Komödie "Fleisch ist mein Gemüse" (2008) sowie im "Oscar"-gekrönten "Der Vorleser" (2008) an der Seite von Kate Winslet, Bruno Ganz und Ralph Fiennes. Zuletzt kann man Susanne Lothar im preisgekrönten Film "Das weiße Band, Eine deutsche Kindergeschichte" (2009) neben Ulrich Tukur und Burghart Klaußner sehen.

Für ihre Theater- und Filmarbeit wird Susanne Lothar etliche Male ausgezeichnet, 1987 erhält sie den renommierten "O.E. Hasse-Preis", ein Jahr später wird sie von der Fachzeitschrift "Theater heute" zur "Schauspielerin des Jahres" gekürt, außerdem ehrt man sie mit dem "Körber-Preis", der Wiener "Kainz Medaille", dem "Boy-Gobert-Preis", dem "Gong" und mehrere Male mit dem "Deutschen Filmpreis".

Privatleben

Bis zu seinem Tod ist Susanne Lothar mit dem Theater- und Filmschauspieler Ulrich Mühe verheiratet und hat mit ihm zwei Kinder. Die Schauspielerin lebte in Hamburg und Berlin.

Tochter zweier Schauspieler

Susanne Lothar wurde am 15. November 1960 in Hamburg geboren. Ihre Eltern waren die Schauspieler Ingrid Andree und Hanns Lothar, auch ihr Halbbruder Marcel Werner und ihre Onkel Horst Michael Neutze und Günther Neutze standen auf der Bühne.

Ihre wichtigste Theaterrolle war die Lulu unter der Regie von Peter Zadek, die sie von 1988 bis 1992 spielte. 1988 wählte die Zeitschrift Theater heute sie zur Schauspielerin des Jahres. Weitere Arbeiten entstanden mit Jürgen Flimm und Luc Bondy.

Fünf Filme, die im Gedächtnis blieben

JahrFilm
1997Funny Games
1997Das Schloß, als Frieda
2001Die Klavierspielerin
2008Der Vorleser, als Carla Berg
2009Das weiße Band

Auffällig ist die Häufung schwerer Stoffe. "Funny Games", "Die Klavierspielerin" und "Das weiße Band" gehören zu den kompromisslosesten Filmen des europäischen Kinos dieser Jahre, alle drei von Michael Haneke. Lothar war für diese Art von Rollen die erste Wahl, und das war kein Zufall, sondern eine Entscheidung.

JahrAuszeichnung
1983Bundesfilmpreis für Eisenhans
1986Kainz-Medaille
1988Schauspielerin des Jahres, Theater heute
1993Goldener Gong, gemeinsam mit Ulrich Mühe

Gestorben am 21. Juli 2012 in Berlin

Susanne Lothar stirbt am 21. Juli 2012 in Berlin im Alter von 51 Jahren, fünf Jahre nach dem Tod ihres Mannes Ulrich Mühe, mit dem sie von 1997 bis 2007 verheiratet war.

Schlagwörter

PersonenSchauspieler

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