Sie ist eine Popart-Ikone der sechziger Jahre und wird für einen nur wenige Minuten dauernden Auftritt im Kultfilm „Asphalt-Cowboy“ mit einer Oscar-Nominierung geehrt – Sylvia Miles spielt vorzugsweise Rollen von Lebedamen, Prostituierten und vom Leben enttäuschten Frauen und macht jahrelang mit exzentrischem Auftreten von sich reden.
Frühes Leben
Sylvia Miles wird am 9. September 1924 als Sylvia Scheinwald in New York City geboren. Bereits 1947 beginnt sie ihre Karriere auf Off-Broadway-Bühnen, bevor sie sich später dem Fernsehen und dem Film zuwendet.
Durchbruch mit „Asphalt-Cowboy“
Ihren Durchbruch feiert Sylvia Miles 1969 mit gerade einmal sechs Minuten Leinwandzeit im Kultfilm „Midnight Cowboy“ („Asphalt-Cowboy“), in dem sie an der Seite von Jon Voight die vermögende Park-Avenue-Dame Cass spielt – die Rolle bringt ihr eine Oscar-Nominierung als beste Nebendarstellerin ein. 1975 wird sie für ihre knapp achtminütige Rolle als Jessie Florian in „Farewell, My Lovely“ ein zweites Mal für den Oscar nominiert.
Warhol-Superstar und New Yorker Society-Ikone
Sylvia Miles gilt jahrzehntelang als feste Größe im New Yorker Nachtleben und pflegt enge Verbindungen zur Avantgarde-Szene rund um Andy Warhol und Paul Morrissey. 1972 spielt sie an der Seite von Warhol-„Superstar“ Joe Dallesandro in Paul Morrisseys „Andy Warhol's Heat“. Ihre Omnipräsenz bei gesellschaftlichen Anlässen bringt ihr den scherzhaften Ruf ein, sie erscheine selbst „bei der Eröffnung eines Briefumschlags“.
Tod
Sylvia Miles stirbt am 12. Juni 2019 im Alter von 94 Jahren in New York City.