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Tilly Lauenstein

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Mehrere Filmspulen mit aufgewickeltem Kinofilm, eine rote und eine blaue, nebeneinander vor dunklem Hintergrund
Symbolbild der Rubrik Schauspieler, ein eigenes Bild zu diesem Artikel liegt nicht vorFoto: ChristopherPlutaPixabay Content LicensePixabayauf 1200 px Breite verkleinert und in das WebP-Format umgewandelt

Zusammenfassung

Tilly Lauenstein, bürgerlich Mathilde Dorothea Lauenstein, zählt zu den prägendsten deutschen Synchronstimmen der Nachkriegszeit. Über Jahrzehnte hinweg leiht sie Hollywood-Stars wie Ingrid Bergman und Katharine Hepburn ihre Stimme und wirkt daneben in mehr als 100 eigenen Film- und Fernsehproduktionen mit. Ausbildung und Theaterkarriere Tilly Lauenstein wird am 28. Juli 1916 in Bad Homburg vor der Höhe geboren. Nach der Schulzeit geht sie nach Berlin und absolviert dort eine Schauspielausbildung.

Tilly Lauenstein, bürgerlich Mathilde Dorothea Lauenstein, zählt zu den prägendsten deutschen Synchronstimmen der Nachkriegszeit. Über Jahrzehnte hinweg leiht sie Hollywood-Stars wie Ingrid Bergman und Katharine Hepburn ihre Stimme und wirkt daneben in mehr als 100 eigenen Film- und Fernsehproduktionen mit.

Ausbildung und Theaterkarriere

Tilly Lauenstein wird am 28. Juli 1916 in Bad Homburg vor der Höhe geboren. Nach der Schulzeit geht sie nach Berlin und absolviert dort eine Schauspielausbildung. Mit 18 Jahren erhält sie in Stuttgart ihre erste Theaterrolle und spielt in den folgenden Jahren an zahlreichen deutschen Bühnen, darunter am Staatstheater Stuttgart und am Schillertheater.

Filmkarriere

1948 entdeckt Regisseur Arthur Maria Rabenalt sie für den Film. Zu ihren ersten Rollen zählen "Chemie und Liebe" sowie "Das Mädchen Christine" bei der ostdeutschen DEFA. Im Laufe ihrer langen Karriere wirkt Tilly Lauenstein in mehr als 100 Film- und Fernsehproduktionen mit.

Synchronsprecherin

Ab 1949 ist Tilly Lauenstein als Synchronsprecherin tätig und leiht ihre Stimme in mehr als 350 Spielfilmen. Jahrzehntelang ist sie die deutsche Stimme von Katharine Hepburn und Ingrid Bergman, daneben spricht sie unter anderem Simone Signoret, Barbara Stanwyck, Deborah Kerr, Susan Hayward, Rita Hayworth, Lauren Bacall sowie die englischsprachigen Auftritte von Marlene Dietrich.

Tod

Tilly Lauenstein stirbt am 8. Mai 2002 im Alter von 85 Jahren in Potsdam.

Über 350 Filme mit ihrer Stimme

Tilly Lauenstein wurde am 28. Juli 1916 in Bad Homburg vor der Höhe geboren. Ihre bekannteste Arbeit ist nicht zu sehen, sondern zu hören: Ab 1949 war ihre Stimme in über 350 Spielfilmen zu hören.

Sie sprach die deutschen Fassungen von Katharine Hepburn, Ingrid Bergman, Barbara Stanwyck und Rita Hayworth. Noch 1997 sprach sie Gloria Stuart in "Titanic", 1998 June Foray in Disneys "Mulan", da war sie 81 beziehungsweise 82 Jahre alt.

Wer die deutschen Fassungen dieser Filme kennt, kennt Lauensteins Stimme, ohne ihren Namen zu kennen. Das ist der Beruf: Die Synchronsprecherin ist genau dann erfolgreich, wenn man sie für die Schauspielerin hält.

Theater in Stuttgart und Berlin

Auf der Bühne spielte sie am Staatstheater Stuttgart und am Berliner Schillertheater. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde sie als Marie in Büchners "Woyzeck" am Deutschen Theater Berlin unter der Regie von Wolfgang Langhoff bekannt, 1948 folgte eine Aufführung von Trenjows "Ljubow Jarowaja".

Für den Film entdeckte sie 1948 der Regisseur Arthur Maria Rabenalt. Ihre Filmografie reicht von "Der junge Baron Neuhaus" aus dem Jahr 1934 bis zu "Otto, der Katastrofenfilm" von 2000 und umfasst über siebzig Produktionen, dazu Fernsehreihen wie "Der Forellenhof" und "Alle meine Tiere" in den sechziger Jahren sowie "Ravioli" und "Rivalen der Rennbahn" in den achtziger Jahren.

Sie spielte nach zwei Schlaganfällen weiter

1984 erhielt Lauenstein den Großen Hersfeld-Preis. Nach zwei Schlaganfällen trat sie weiterhin auf.

Sie war geschieden und hatte einen Sohn, Detlef Lauenstein. Ihr Enkel Jonas Lauenstein wurde ebenfalls Schauspieler.

Gestorben am 8. Mai 2002 in Potsdam

Tilly Lauenstein stirbt am 8. Mai 2002 in Potsdam im Alter von 85 Jahren. Zwischen ihrem ersten Film 1934 und ihrem letzten im Jahr 2000 liegen 66 Jahre.

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