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Wolfgang Schäuble

2 Min. LesezeitPersonen
Geboren: 18. September 1942Gestorben: 26. Dezember 2023

Zusammenfassung

Wolfgang Schäuble ist über Jahrzehnte eine der prägendsten Figuren der deutschen Politik – als Architekt des Einigungsvertrags, als Innen- und Finanzminister in mehreren Bundesregierungen und als Bundestagspräsident bleibt er trotz eines Attentats, das ihn 1990 querschnittsgelähmt zurücklässt, bis zu seinem Tod im Amt. Herkunft und Kindheit Wolfgang Schäuble wird am 18. September 1942 in Freiburg im Breisgau geboren. Nach dem Abitur studiert er Rechtswissenschaften in Freiburg und Hamburg, promoviert anschließend und tritt in den Finanzverwaltungsdienst ein. 1972 zieht er erstmals in den Deutschen Bundestag ein und gehört ihm von da an ohne Unterbrechung 51 Jahre lang an – länger als jeder andere Abgeordnete in der Geschichte der Bundesrepublik.

Wolfgang Schäuble ist über Jahrzehnte eine der prägendsten Figuren der deutschen Politik – als Architekt des Einigungsvertrags, als Innen- und Finanzminister in mehreren Bundesregierungen und als Bundestagspräsident bleibt er trotz eines Attentats, das ihn 1990 querschnittsgelähmt zurücklässt, bis zu seinem Tod im Amt.

Herkunft und Kindheit

Wolfgang Schäuble wird am 18. September 1942 in Freiburg im Breisgau geboren. Nach dem Abitur studiert er Rechtswissenschaften in Freiburg und Hamburg, promoviert anschließend und tritt in den Finanzverwaltungsdienst ein. 1972 zieht er erstmals in den Deutschen Bundestag ein und gehört ihm von da an ohne Unterbrechung 51 Jahre lang an – länger als jeder andere Abgeordnete in der Geschichte der Bundesrepublik.

Beruflicher Werdegang

Als CDU-Politiker bekleidet Schäuble im Laufe seiner Karriere nahezu jedes wichtige Amt der deutschen Innenpolitik. Unter Bundeskanzler Helmut Kohl ist er zunächst Chef des Bundeskanzleramts und Bundesminister für besondere Aufgaben, bevor er 1989 erstmals Bundesinnenminister wird. In dieser Funktion verhandelt er 1990 maßgeblich den Einigungsvertrag zwischen der Bundesrepublik Deutschland und der DDR und gilt seither als einer der wichtigsten Architekten der deutschen Wiedervereinigung.

Am 12. Oktober 1990, wenige Tage nach der Wiedervereinigung, wird Schäuble bei einer Wahlkampfveranstaltung in Oppenau von einem psychisch kranken Mann aus nächster Nähe niedergeschossen. Die Schüsse verletzen ihn so schwer, dass er seither querschnittsgelähmt und auf den Rollstuhl angewiesen ist. Bereits sechs Wochen nach dem Attentat kehrt er in sein Amt zurück und führt seine politische Laufbahn fort.

1998 übernimmt Schäuble den CDU-Partei- und Fraktionsvorsitz von Helmut Kohl, tritt jedoch 2000 im Zuge der CDU-Spendenaffäre von diesen Ämtern zurück. Unter Bundeskanzlerin Angela Merkel kehrt er 2005 als Bundesinnenminister in die Bundesregierung zurück, ehe er von 2009 bis 2017 als Bundesfinanzminister die deutsche und europäische Finanzpolitik durch die Finanz- und Eurokrise steuert und dabei international zu einer der bekanntesten Figuren der europäischen Sparpolitik wird.

2017 wählt der Bundestag Wolfgang Schäuble zum Bundestagspräsidenten, ein Amt, das er bis 2021 innehat. Damit steht er der Verfassung nach im protokollarischen Rang direkt nach dem Bundespräsidenten. Schäuble ist seit 1969 mit der Volkswirtin Ingeborg Schäuble, geborene Hensle, verheiratet, mit der er vier Kinder hat, darunter die spätere ARD-Programmdirektorin Christine Strobl.

Tod und Vermächtnis

Wolfgang Schäuble stirbt am 26. Dezember 2023 im Alter von 81 Jahren in seiner Heimatstadt Offenburg, umgeben von seiner Familie. Bis zuletzt gehört er dem Bundestag an, dem er insgesamt 51 Jahre und 13 Tage lang angehört hat – ein Rekord in der deutschen Parlamentsgeschichte.

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PersonenPolitiker