Mit Witz und stets etwas unterkühlt spielte sie mit Vorliebe intellektuelle Frauen der Mittelklasse und gehörte über Jahrzehnte zu den profiliertesten und populärsten Schauspielerinnen Hollywoods. Ob als hübsche Mafiabraut, als nervöse Singlefrau oder als geniale Dauer-Partnerin in Woody Allens frühen Werken – Diane Keaton zeigte in etlichen erfolgreichen Kinoproduktionen eine enorme Vielseitigkeit
Herkunft und Kindheit
Diane Keaton wird am 5. Januar 1946 als Diane Hall in Los Angeles geboren, mit neunzehn Jahren zieht sie nach New York, wo sie am Neighbourhood Playhouse Schauspiel studiert. Nach einigen Auftritten in Fernsehserien, am Broadway im Musical „Hair“ – wo sie sich weigert nackt aufzutreten – sowie einer kleinen Rolle in „Lovers And Other Strangers“ („Liebhaber und andere Fremde“, 1970) hat die Schauspielerin gleich am Anfang ihrer Karriere das Glück, zur richtigen Zeit im richtigen Film mitzuspielen. Francis Ford Coppolas dreiteiliger Mafiaepos „The Godfather“ („Der Pate“, 1972-1990), in denen sie an der Seite von Al Pacino, Marlon Brando und Robert De Niro spielt, fördert wesentlich ihre Karriere und macht sie weltberühmt.
Beruflicher Werdegang
Wenig später dreht Diane Keaton mit ihrem damaligen Lebensgefährten Woody Allen mehrere Filme – „Play It Again, Sam“ („Mach’s nochmal, Sam“, 1972), „Sleeper“ („Der Schläfer“, 1972), „Love And Death“ („Die letzte Nacht des Boris Gruschenko“, 1975) sowie „Annie Hall“ („Der Stadtneurotiker“, 1977) – wofür sie 1978 als „Beste Hauptdarstellerin“ einen „Oscar“, einen „Golden Globe“ sowie einen „BAFTA“ erhält. Mit einer „Oscar“-Nominierung wird Diane Keaton dann 1982 als „Beste Nebendarstellerin“ für ihre Rolle in „Reds“ (1981) an der Seite von Warren Beatty geehrt.
Nachdem die Rollenangebote für Diane Keaton im Laufe der achtziger Jahre zurückgehen, beginnt sie selbst Regie zu führen – so zeigt sie sich für die Dokumentation „Heaven“ verantwortlich und erarbeitet „The Girl With The Crazy Brother“, wofür sie einen „Emmy“ erhält. Außerdem entstehen der preisgekrönte Film „Wildflower“ mit Patricia Arquette und einige Episoden von „Twin Peaks“ und „China Beach“, sowie verschiedene Musikvideos.
1993 übernimmt Diane Keaton kurzfristig die weibliche Hauptrolle in Woody Allens Krimikomödie „Manhattan Murder Mystery“, nachdem sich dessen damalige Lebensgefährtin Mia Farrow im Streit von ihm trennt. Danach folgen Rollen in mehrheitlich kommerziell ausgerichteten Filme wie „First Wives Club“ („Der Club der Teufelinnen“, 1996) mit Goldie Hawn, Maggie Smith und Bette Midler, „Marvin’s Room“ („Marvins Töchter“, 1996) neben Meryl Streep und Leonardo di Caprio sowie „Something’s Gotta Give“ („Was das Herz begehrt“, 2003) an der Seite von Jack Nicholson, Keanu Reeves und Frances McDormand – für die von ihr darin dargestellte Rolle erhält Diane Keaton 2004 einen weiteren „Golden Globe“ sowie eine weitere „Oscar“-Nominierung.
Danach spielt Diane Keaton in der Familienkomödie „The Family Stone“ („Familie Stone – Verloben verboten!“, 2007), in „Because I Said So“ („Von Frau zu Frau“), in „Mad Money“ (2008), in „Morning Glory“ (2010) neben Harrison Ford und in „The Big Wedding“ (2013) an der Seite von Robert De Niro und Susan Sarandon.
Tod und Vermächtnis
Im Alter von fünfzig Jahren entscheidet sich Diane Keaton, Mutter zu werden, und adoptiert 1996 eine Tochter sowie 2001 einen Sohn – sie zieht beide Kinder als alleinerziehende Mutter groß. 2017 wird sie mit dem AFI Life Achievement Award für ihr Lebenswerk geehrt. Diane Keaton stirbt am 11. Oktober 2025 im Alter von 79 Jahren in Los Angeles.