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Hans Korte

4 Min. LesezeitPersonen
Mehrere Filmspulen mit aufgewickeltem Kinofilm, eine rote und eine blaue, nebeneinander vor dunklem Hintergrund
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Zusammenfassung

Hans Korte brilliert auf den großen deutschen Theaterbühnen in zahlreichen klassischen Stücken, mit Bärbeißigkeit, hintergründigem Humor und kleinen listigen Augen begeistert er das deutsche Publikum in Rollen von feisten Biedermännern, Spießbürgern und vermeintlichen Größen der Gesellschaft zahlreicher Kinofilme und TV-Produktionen Jugend und Ausbildung Hans Korte wird am 8. April 1929 im nordrhein-westfälischen Bochum geboren. Schon als Kind begeistert er sich fürs Theater, am Bochumer Schauspielhaus steht er mit Kinderrollen auf der Bühne und erlernt so früh die Schauspielerei. Auch wenn er später mit dem Beruf des Dirigenten liebäugelt, als Kind singt er im Chor, später studiert er in Köln und Detmold Musik und spielt mehrere Instrumente, lässt ihn die Bühne nicht mehr los. Ohne eine professionelle Ausbildung zu absolvieren, erhält er Engagements in Augsburg, Dortmund, Gelsenkirchen, Kassel, Frankfurt am Main und München.

Hans Korte brilliert auf den großen deutschen Theaterbühnen in zahlreichen klassischen Stücken, mit Bärbeißigkeit, hintergründigem Humor und kleinen listigen Augen begeistert er das deutsche Publikum in Rollen von feisten Biedermännern, Spießbürgern und vermeintlichen Größen der Gesellschaft zahlreicher Kinofilme und TV-Produktionen

Jugend und Ausbildung

Hans Korte wird am 8. April 1929 im nordrhein-westfälischen Bochum geboren. Schon als Kind begeistert er sich fürs Theater, am Bochumer Schauspielhaus steht er mit Kinderrollen auf der Bühne und erlernt so früh die Schauspielerei. Auch wenn er später mit dem Beruf des Dirigenten liebäugelt, als Kind singt er im Chor, später studiert er in Köln und Detmold Musik und spielt mehrere Instrumente, lässt ihn die Bühne nicht mehr los. Ohne eine professionelle Ausbildung zu absolvieren, erhält er Engagements in Augsburg, Dortmund, Gelsenkirchen, Kassel, Frankfurt am Main und München.

Karriere

1965 bis 1979 ist Hans Korte festes Ensemblemitglied bei den Münchner Kammerspielen sowie dem Bayrischen Staatsschauspiel. Er spielt Rollen wie den Hicketier in Sternheims "Bürger Schippel", den Maske in "Die Hose", den Mephisto, den Dorfrichter Adam in Kleists "Der zerbrochne Krug", den Galy Galy in Bert Brechts "Mann ist Mann", den Shlink in "Im Dickicht der Städte", den Peachum in "Die Dreigroschenoper", den Edgar in Dürrenmatts "Play Strindberg" sowie dessen "König Johann".

Ab den sechziger Jahren ist Hans Korte vermehrt vor der Kamera zu sehen, unter anderem spielt er in "Abschied von gestern" (1966), "Der Röhm-Putsch" (1967), "Nachbarn sind zum Ärgern da" (1970) neben Uschi Glas, Georg Thomalla und Fritz Wepper, "Der Kapitän" (1971) neben Heinz Rühmann, Horst Janson und Günter Pfitzmann, "Betragen ungenügend!" (1972) mit Theo Lingen, "Mensch ärgere dich nicht" (1972) an der Seite von Uschi Glas: Ulla Wendt, Beppo Brem und Karl Lieffen, "Jeder stirbt für sich allein" (1975) mit Hildegard Knef und Carl Raddatz und "Das Spinnenetz" (1989) an der Seite von Ulrich Mühe, Klaus Maria Brandauer und Armin Mueller-Stahl.

Neben zahlreichen Gastauftritten in Fernsehserien wie "Die Fünfte Kolonne", "Dem Täter auf der Spur", "Der Kommissar", "SOKO 5113", "Kir Royal", "Mit Leib und Seele", "Lorentz & Söhne", "Tatort" oder "Derrick" bleibt vor allem Hans Kortes Leistung in Dieter Wedels Mehrteiler "Der große Bellheim" (1992) neben Mario Adorf, Heinz Schubert und Will Quadflieg sowie in der TV-Serie "Der König von St. Pauli" in bleibender Erinnerung.

Zuletzt ist Hans Korte in der TV-Serie "Samt und Seide" und im Kinofilm "Aus der Tiefe des Raumes ... mitten ins Netz!" (2004) zu sehen.

Mit seiner angenehmen Stimme macht sich Hans Korte auch als Sprecher einen Namen, unter anderem liest er das Hörbuch zu Patrick Süskinds "Das Parfum".

Hans Korte wird für seine Arbeit unter anderem mit einer "Goldenen Kamera", dem "Deutschen Schauspielerpreis" und dem "Adolf-Grimme-Preis in Gold" ausgezeichnet.

Familie und Privatleben

Hans Korte ist fünfmal verheiratet und hat zwei Söhne. In erster Ehe ist er mit der Schauspielerin Karin Eickelbaum verheiratet und zuletzt mit der Schauspielerin Barbara Rath, mit der er in München lebt.

Dreißig Jahre feste Häuser, dann das Fernsehen

Hans Korte wurde am 8. April 1929 in Bochum geboren. Seine Laufbahn begann 1950 am Theater Augsburg, wo er auch Regie führte.

ZeitraumHaus
1950Theater Augsburg
1953 bis 1959Staatstheater Kassel
1959 bis 1965Städtische Bühnen Frankfurt
1965 bis 1972Münchner Kammerspiele
1973 bis 1980Bayerisches Staatsschauspiel

Zu seinen Bühnenrollen gehörten der Hicketier in "Bürger Schippel", der Mephisto im "Faust", der Dorfrichter Adam im "Zerbrochnen Krug", der Galy Gay in "Mann ist Mann", der Peachum in der "Dreigroschenoper" und der Edgar in "Play Strindberg".

Über hundert Hörspiele und die Stimme für Claude Rains

Zwischen 1963 und 2006 wirkte Korte in über hundert Film- und Fernsehproduktionen mit, darunter als Max Reuther in "Der große Bellheim" von 1992 und als August Meyerbeer in "Samt und Seide" von 1999 bis 2004.

Der weniger sichtbare Teil seiner Arbeit ist der größere: Zwischen 1954 und 1999 sind über hundert Hörspielproduktionen dokumentiert. Als Synchronsprecher lieh er unter anderem Claude Rains in "Mr. Smith geht nach Washington" die Stimme. 2006 las er Patrick Süskinds "Das Parfum" als Hörbuch ein.

JahrAuszeichnung
1988Deutscher Darstellerpreis
1994Adolf-Grimme-Preis in Gold für Der große Bellheim
2001Ehrenmitglied des Münchner Marionettentheaters

Gestorben am 25. September 2016 in München

Hans Korte stirbt am 25. September 2016 in München im Alter von 87 Jahren.

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