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Margaret Rutherford

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Margaret Rutherford
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Zusammenfassung

Margaret Rutherford ist eine hoch angesehene britische Schauspielerin, die vor allem für ihre ikonische Darstellung exzentrischer Charaktere auf der Bühne und auf der Leinwand bekannt ist. Besonders berühmt wird sie durch ihre Darstellung von Miss Jane Marple, der schrulligen Detektivin aus mehreren Agatha-Christie-Verfilmungen der sechziger Jahre. Kindheit und Ausbildung Margaret Rutherford kommt am 11. Mai 1892 in London zur Welt. Sie ist die Tochter von William Benn und Florence Rutherford, ihr Vater ist der Bruder des Politikers John Benn und gilt als geisteskrank - er erschlägt seinen Vater in geistiger Umnachtung.

Margaret Rutherford ist eine hoch angesehene britische Schauspielerin, die vor allem für ihre ikonische Darstellung exzentrischer Charaktere auf der Bühne und auf der Leinwand bekannt ist. Besonders berühmt wird sie durch ihre Darstellung von Miss Jane Marple, der schrulligen Detektivin aus mehreren Agatha-Christie-Verfilmungen der sechziger Jahre.

Kindheit und Ausbildung

Margaret Rutherford kommt am 11. Mai 1892 in London zur Welt. Sie ist die Tochter von William Benn und Florence Rutherford, ihr Vater ist der Bruder des Politikers John Benn und gilt als geisteskrank - er erschlägt seinen Vater in geistiger Umnachtung. Der Angriff geschieht am 4. März 1883: William Rutherford Benn erschlägt seinen eigenen Vater, den Pfarrer Julius Benn, mit einem schweren Nachttopf und versucht sich anschließend selbst mit einem Taschenmesser die Kehle durchzuschneiden. Ein Gericht weist ihn in die Broadmoor-Anstalt für geisteskranke Straftäter ein, wo er vom 6. April 1883 bis zu seiner Entlassung am 26. Juli 1890 bleibt. Die Schauspielerin nimmt den Geburtsnamen ihrer Mutter an, welche stirbt, als die kleine Margaret erst drei Jahre alt ist. Ihre Mutter Florence nimmt sich in Britisch-Indien das Leben, während sie erneut schwanger ist; dorthin war die Familie gezogen, nachdem ihr Vater 1890 aus Broadmoor entlassen worden war. Fortan wird sie von ihrer Tante großgezogen. Schon in jungen Jahren entwickelte Margaret ein reges Interesse an der Schauspielerei, das von ihrer Tante unterstützt wurde. Sie besucht die Wimbledon Hill School, wo ihr Talent zuerst erkannt wird, und erhält privaten Schauspielunterricht. Zusätzlich zu ihren Schauspielstudien lernt sie Klavier und Sprache, was ihr eine umfassende Ausbildung ermöglicht. 1925 wird sie als Studentin am Old Vic Theatre aufgenommen und tritt in einigen kleineren Rollen auf.

Erste Bühnenerfahrung sammelt Margaret Rutherford 1929 - ihre raue Stimme und ihr energisches Auftreten machen sie in den späten dreißiger Jahren zum Theaterstar. 1936 hat sie in "Dusty Ermine" ihre erste Filmrolle; den endgültigen Durchbruch feiert sie 1939 mit der Bühnen-Rolle der Miss Prism im Oscar-Wilde-Klassiker "The Importance Of Being Earnest". Diese Rolle spielt sie auch in der gleichnamigen Verfilmung von 1952.

Durchbruch als Miss Marple

Zu Berühmtheit kommt Margaret Rutherford in den sechziger Jahren als Hobbydetektivin Jane Marple in mehreren Agatha-Christie-Verfilmungen - obwohl die berühmte Krimiautorin Agatha Christie von den Verfilmungen enttäuscht ist, lernen sich beide Damen während der Dreharbeiten persönlich kennen und werden enge Freundinnen. Die Miss Marple-Filme, trotz der anfänglichen Skepsis der Autorin Christie gegenüber Rutherfords Interpretation, gewannen eine große Fangemeinde, die ihre Performance lobten. Margaret Rutherford stellt die schrullige Hobbydetektivin in vier Filmen dar - in "Murder She Said" ("16 Uhr 50 ab Paddington", 1961), "Murder At The Gallop" ("Der Wachsblumenstrauß", 1963), "Murder Most Foul" ("Vier Frauen und ein Mord", 1964) und in "Murder Ahoy" ("Mörder Ahoi!", 1964) spielt sie an der Seite von Stringer Davis, mit dem sie seit 1945 verheiratet ist.

Weitere Filmrollen

Auch in anderen Produktionen kann man Margaret Rutherford sehen, wie in "The V.I.P.s" ("Hotel International", 1963) an der Seite von Elizabeth Taylor, Richard Burton, Maggie Smith und Orson Welles - wofür die Schauspielerin 1964 einen "Oscar" als "Beste Nebendarstellerin" für ihre Rolle als Duchess of Brighton erhält. Ihre Fähigkeit, sowohl in komödiantischen als auch dramatischen Rollen zu brillieren, machte sie zu einer vielseitigen und respektierten Figur der britischen Filmindustrie. 1965 brilliert sie in "Campanadas a medianoche" ("Falstaff") neben Orson Welles und in Charlie Chaplins letzter Regiearbeit "A Countess From Hong Kong" ("Die Gräfin von Hongkong", 1967) agiert sie an der Seite von Sophia Loren, Tippi Hedren und Marlon Brando.

Auszeichnungen

Margaret Rutherford wird 1961 zum "Officer Of The British Empire" ernannt und 1967 von der englischen Königin Elisabeth II. als "Dame Of The British Empire" in den Ritterstand erhoben. Margaret Rutherfords Karriere erstreckte sich über mehrere Jahrzehnte und umfasste sowohl Theater- als auch Filmproduktionen, in denen sie oft mit einigen der größten Namen der damaligen Zeit arbeitete.

Gordon Langley Hall: Ziehsohn und spätere Biografin

In den frühen 1960er-Jahren nehmen Margaret Rutherford und Stringer Davis den jungen Schriftsteller Gordon Langley Hall informell bei sich auf, der von da an wie ein Sohn im Haushalt des Ehepaars lebt. 1968 unterzieht sich Hall einer der ersten geschlechtsangleichenden Operationen in den USA und lebt von da an als Frau unter dem Namen Dawn Langley Simmons. 1983, elf Jahre nach Rutherfords Tod, veröffentlicht Simmons deren Biografie und beschreibt Rutherford darin als ihre Ziehmutter.

Spätere Jahre und Tod

Ihr persönliches Leben war jedoch nicht unangefochten, da sie mit erheblichen Herausforderungen wie Familienproblemen und ihrer eigenen Gesundheit konfrontiert wurde. Die letzten Jahre ihres Lebens waren von gesundheitlichen Herausforderungen geprägt. Rutherford litt unter Depressionen und kämpfte später mit den Auswirkungen von Alzheimer, was ihre Karriere bremste. Acht Jahre nach ihrer Hochzeit mit Stringer Davis erleidet sie wegen einer unerwiderten Zuneigung zu dem Pianisten Malcolm Troup einen Nervenzusammenbruch und verbringt anschließend mehrere Monate in einer Klinik, wo sie unter anderem mit Elektrokrampftherapie behandelt wird. Diese Klinikaufenthalte hält sie zeitlebens aus der Öffentlichkeit heraus, auch in ihrer eigenen Autobiografie. Trotzdem hinterließ sie ein bleibendes Vermächtnis in der britischen Kunstszene, das auch heute noch geschätzt wird. Margaret Rutherford starb am 22. Mai 1972 im Alter von 80 Jahren in Chalfont St Peter in Buckinghamshire. Sie wird auf dem Friedhof der St. James's Church im nahen Gerrards Cross beigesetzt, ihr Grabstein trägt die Inschrift "A Blithe Spirit" nach dem Theaterstück von Noël Coward. Stringer Davis, der sie bis zuletzt pflegt, stirbt im August 1973 und wird neben ihr beigesetzt. 1962 widmete ihr Agatha Christie sogar einen ihrer Romane, "The Mirror Crack'd from Side to Side", mit den Worten "To Margaret Rutherford in admiration" - ein bemerkenswertes Zeichen der Wertschätzung, nachdem die Autorin die Verfilmungen zunächst skeptisch gesehen hatte.

Häufige Fragen zu Margaret Rutherford

Hatte Margaret Rutherford eine Adoptivtochter?

Margaret Rutherford hatte kein leibliches Kind, nahm aber in den frühen 1960er-Jahren den jungen Schriftsteller Gordon Langley Hall informell wie einen Sohn auf. Hall lebte von da an als Frau unter dem Namen Dawn Langley Simmons und schrieb 1983 Rutherfords Biografie (Wikipedia, PopMatters, Stand 24. September 2026).

In welchen Filmen spielte Margaret Rutherford Miss Marple?

Margaret Rutherford spielte die Detektivin Miss Marple in vier Agatha-Christie-Verfilmungen der frühen Sechziger: "16 Uhr 50 ab Paddington" (1961), "Der Wachsblumenstrauß" (1963), "Vier Frauen und ein Mord" (1964) und "Mörder Ahoi!" (1964).

Warum trägt Margaret Rutherford den Titel Dame?

Margaret Rutherford trägt den Titel Dame, weil Königin Elisabeth II. sie 1967 als Dame Commander of the British Empire in den Adelsstand erhob, nachdem sie 1961 bereits zum Officer of the British Empire ernannt worden war.

Quellen

Stand der Angaben: 24. September 2026.

  1. Margaret Rutherford, deutschsprachige Wikipedia, abgerufen am 24. September 2026
  2. Margaret Rutherford, englischsprachige Wikipedia, abgerufen am 24. September 2026
  3. A Queer Alliance: Dame Margaret Rutherford and Dawn Langley Simmons, PopMatters, abgerufen am 24. September 2026

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