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Monaco in Zahlen

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Populäre Prominente - wo man sie treffen kann
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Zusammenfassung

Monaco ist 2,084 Quadratkilometer groß und hat 38. 341 Einwohner. Das ergibt 18. 831 Menschen je Quadratkilometer, die höchste Bevölkerungsdichte der Welt. Drei von vier Bewohnern haben keinen monegassischen Pass.

Monaco ist 2,084 Quadratkilometer groß und hat 38.341 Einwohner. Das ergibt 18.831 Menschen je Quadratkilometer, die höchste Bevölkerungsdichte der Welt. Drei von vier Bewohnern haben keinen monegassischen Pass. Und die Einheimischen dürfen in dem Casino, das den ganzen Betrieb finanziert hat, nicht spielen.

2,084 Quadratkilometer, 38.341 Einwohner

Die Fläche beträgt 2,084 Quadratkilometer, Stand 2025. Untergebracht sind darauf 38.341 Einwohner, ebenfalls Stand 2025, verteilt auf neun Stadtbezirke, die es in dieser Einteilung seit dem 13. September 2013 gibt.

Aus diesen beiden Zahlen folgt die dritte, und sie ist die eigentliche Auskunft über den Ort: 18.831 Einwohner je Quadratkilometer. Weltweit erreicht das kein anderer Staat. Erreicht wird die Dichte nicht durch ein Hochhausviertel im großen Stil, sondern durch Bauen am Hang und durch Aufschütten ins Meer.

Drei von vier Bewohnern sind keine Monegassen

2016 verfügten 22,5 Prozent der Bevölkerung über die monegassische Staatsbürgerschaft. 77,5 Prozent waren Ausländer. Ein Land, in dem die Einheimischen nicht einmal ein Viertel der Bevölkerung stellen, ist eine Seltenheit, und es erklärt den Ruf des Ortes besser als jede Beschreibung von Jachthäfen.

Denn der Grund für den Zuzug ist bekannt: Monaco erhebt keine Einkommensteuer und keine Erbschaftsteuer für Privatpersonen. Wer dort gemeldet ist und die Voraussetzungen erfüllt, zahlt auf sein Einkommen nichts an den Fürsten. Das ist der Motor hinter der Bevölkerungsdichte, den Immobilienpreisen und der Prominentenkonzentration in einem.

AngabeWertStand
Fläche2,084 km²2025
Einwohner38.3412025
Bevölkerungsdichte18.831 je km²2025
Anteil Monegassen22,5 Prozent2016
Anteil Ausländer77,5 Prozent2016
Stadtbezirke9seit 13.09.2013
Einkommensteuer für Privatpersonenkeine

Die Herrschaft begann am 8. Januar 1297 mit einer Verkleidung

Der Ursprung des Staates ist eine Räubergeschichte mit Datum. Am 8. Januar 1297 bat Francesco Grimaldi, als Franziskaner verkleidet und mit einem Kurzschwert unter der Kutte, um Einlass in die Festung. Drinnen überwältigte er die Torwächter und öffnete das Tor für seine Familie.

Gehalten haben sie den Ort zunächst nicht. Am 11. April 1301 mussten die Grimaldi die Festung an den König von Neapel abgeben, am 12. September 1331 bekam ein Sohn der Familie sie vom französischen König zurück. Erst 1419 kaufte die Familie die Herrschaft offiziell von der Krone Aragoniens und war damit unbestrittener Eigentümer. Honoré II. erklärte sich 1612 selbst zum Fürsten, Madrid erkannte das 1633 an.

Zwischen dem verkleideten Mönch und dem anerkannten Fürsten liegen also 336 Jahre. Die Familie, die heute mit den Steuerregeln eines Kleinstaats in Verbindung gebracht wird, hat für ihren Rechtstitel länger gebraucht als die meisten europäischen Dynastien überhaupt existiert haben.

Das Casino öffnete 1856, Charles Garnier kam erst 22 Jahre später

Über das Casino de Monte-Carlo kursiert eine gern wiederholte Angabe: Es sei 1878 von Charles Garnier errichtet worden, dem Architekten der Pariser Oper. Das stimmt so nicht, und die genaue Reihenfolge ist interessanter.

Eröffnet wurde das Casino am 14. Dezember 1856, zunächst in der Villa Bellevu und damit provisorisch. Der Bau am heutigen Standort Les Spelugues wurde 1863 fertig. Im selben Jahr übernahm François Blanc den Betrieb und gründete dafür die Société des Bains de Mer mit einem Kapital von 15 Millionen Franc. Diese Gesellschaft führt das Haus bis heute.

Charles Garnier kam 1878 und 1879 dazu, gemeinsam mit Jules Dutrou, und baute um. Sein wichtigster Beitrag ist nicht das Casino selbst, sondern ein angefügter Konzertsaal zur Meerseite, der später Salle Garnier genannt wurde. 1880 und 1881 folgte der Spielsaal Trente-et-Quarante, 1898 und 1899 baute Garnier den Konzertsaal noch einmal um, damit dort Oper und Ballett besser funktionierten. Garnier hat also einen bestehenden Bau erweitert, nicht errichtet.

Monegassen dürfen in den Spielsälen nicht spielen

Die aufschlussreichste Regel des Hauses betrifft die Einheimischen: Staatsbürgern Monacos ist der Zutritt zu den Spielsälen verboten. Eingeführt wurde die Bestimmung aus moralischen Gründen, veranlasst von Fürstin Caroline.

Das Verhältnis ist damit klar geregelt. Der Staat lebte davon, dass Fremde ihr Geld an den Tischen ließen, und schützte gleichzeitig die eigene Bevölkerung davor, dasselbe zu tun. Wer Monaco verstehen will, braucht dafür keine Beschreibung von Luxus, sondern nur diese eine Regel.

An zwei Tagen im Jahr fährt die Formel 1 durch die Wohngegend

Der zweite Grund, warum sich hier Bekanntheit ballt, ist ein Autorennen. Der erste Große Preis von Monaco fand am 14. April 1929 statt, gewonnen von William Grover-Williams. Seit 1950 gehört er zur Formel-1-Weltmeisterschaft, ab 1955 galt das Rennen als gesellschaftlicher Höhepunkt der Saison.

Die Zahlen erklären, warum ausgerechnet dieser Kurs so berühmt wurde. Er ist 3,337 Kilometer lang und führt durch die Stadtteile Monte-Carlo und La Condamine, also über normale Straßen. Gefahren werden 78 Runden, das ergibt eine Renndistanz von 260,286 Kilometern. Das ist deutlich kürzer als üblich, und zwar aus einem einfachen Grund: Bei einer Durchschnittsgeschwindigkeit von knapp 150 Kilometern je Stunde ließe sich die zulässige Höchstdauer von zwei Stunden sonst nicht einhalten.

Knapp 150 km/h Schnitt ist für die Formel 1 auffällig langsam. Auf einer regulären Rennstrecke liegen die Werte deutlich höher. Der Kurs von Monaco ist also nicht schnell, sondern eng, und genau deshalb gilt er als schwierig. Ein Staat von zwei Quadratkilometern hat keine andere Wahl, als seine Rennstrecke aus vorhandenen Straßen zusammenzusetzen.

Was das für die Suche nach Prominenten bedeutet

Die verbreitete Vorstellung, man könne in Monte Carlo einfach spazieren gehen und Berühmtheiten begegnen, hat einen wahren Kern und eine falsche Schlussfolgerung. Der wahre Kern: Die Steuerregel führt tatsächlich dazu, dass auf zwei Quadratkilometern ungewöhnlich viele bekannte Menschen gemeldet sind.

Die falsche Schlussfolgerung ist die Zugänglichkeit. Wer aus steuerlichen Gründen an einem Ort wohnt, an dem 77,5 Prozent der Bevölkerung zugezogen sind, hat in der Regel ein Interesse daran, nicht angesprochen zu werden. Die verlässlichen Gelegenheiten, jemandem zu begegnen, sind deshalb nicht die Wohnorte, sondern angekündigte Termine: Premieren, Bühneneingänge, Preisverleihungen, Autogrammstunden. Dort ist die Begegnung Teil des Programms und nicht ein Eingriff in die Privatsphäre.

Das gilt auch für die Nachbarschaft. Brigitte Bardot hat Saint-Tropez berühmt gemacht und sich anschließend jahrzehntelang gegen genau die Aufmerksamkeit gewehrt, die sie dorthin gebracht hatte. Der Ort ist geblieben, die Zugänglichkeit war nie da.

Wie die Zahlen zustande kommen

Ein Hinweis zur Einordnung: Die Einwohnerzahl eines Staates, in dem der Wohnsitz ein Steuerinstrument ist, misst etwas anderes als anderswo. Gemeldet zu sein und tatsächlich dort zu leben, fällt in Monaco häufiger auseinander als in einer deutschen Kleinstadt gleicher Größe. Die Bevölkerungsdichte von 18.831 je Quadratkilometer ist damit eine amtliche Zahl und zugleich eine Obergrenze für die Zahl der Menschen, die man dort antrifft.

Aus demselben Grund taugt Monaco schlecht als Beispiel für irgendetwas anderes als sich selbst. Es ist kein kleiner Staat unter vielen, sondern ein Sonderfall, dessen Kennzahlen sich aus einer einzigen Regel ableiten lassen: kein Zugriff auf das Einkommen der Bewohner, dafür seit 1856 ein Casino, in das diese Bewohner nicht hineindürfen.

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